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Kleiner Platz, kleine Hoffnung

Markus Kranz, Trainer der SG Stadtkyll, predigt vor dem heutigen Pokalspiel gegen Trier Lockerheit. TV-Foto: Archiv/Helmut Gassen
Markus Kranz, Trainer der SG Stadtkyll, predigt vor dem heutigen Pokalspiel gegen Trier Lockerheit. TV-Foto: Archiv/Helmut Gassen
Auw/Trier. Trainer Markus Kranz wünscht sich weniger als fünf Gegentore: Die SG Stadtkyll ist heute im Rheinlandpokal-Achtelfinale gegen Eintracht Trier klarer Außenseiter (19.30 Uhr, Rasenplatz in Auw bei Prüm). Der Rheinlandligist will gut aussehen, seine Konzentration gilt aber auch schon einem Spiel am Wochenende. Mirko Blahak

Auw/Trier. In der Sommer-Vorbereitung war es eine deutliche Sache: 9:0 gewann Eintracht Trier Anfang Juli 2011 ein Testspiel gegen die SG Stadtkyll/Auw/Ormont/Hallschlag. SG-Trainer Markus Kranz hofft, dass es heute Abend nicht so einseitig wird, wenn sich beide Teams im Rheinlandpokal wiedersehen: "Damals hatten wir noch keine Trainingseinheit absolviert, und Trier hatte wahrscheinlich schon 20 hinter sich."
Am Favoritenstatus der Eintracht will der Ex-Profi (Pokalsieger 1990 und Deutscher Meister 1991 mit dem 1. FC Kaiserslautern) allerdings nicht rütteln: "Von 100 Spielen gegen Trier verlieren wir bestimmt 98. Eins endet unentschieden, und eins können wir vielleicht gewinnen."
Unbeschwert soll sein Team in die Partie gehen, sagt der 42-Jährige. Wie die Eintracht zu ärgern ist, hat Stadtkylls Liga-Konkurrent SV Mehring in der vierten Pokalrunde bewiesen. Der SVM zwang den zwei Spielklassen höher angesiedelten Gast in die Verlängerung, nach der sich Trier letztlich mit 4:2 durchsetzte. Doch Kranz winkt ab: "Mehring hat eine ganz andere Qualität als wir."
Gleichwohl könnten die Eifeler von einem Heimvorteil profitieren. Ausgetragen wird die Partie auf dem Rasenplatz in Auw bei Prüm, der mit einem Ausmaß von 100 mal 50 Metern sehr klein ist. "Uns liegt es, wenn die Räume eng sind und wir über Zweikämpfe zu unserem Spiel finden können", sagt Kranz.
In der Rheinlandliga kämpft der Aufsteiger um den Klassenerhalt. Am nächsten Samstag kommt es in Auw zum wegweisenden Duell gegen die SG Malberg/Rosenheim, die in der Tabelle nur einen Punkt vor den Schneifelern liegt.
Deshalb sagt Kranz: "Auch wenn das Spiel gegen Trier wichtig für uns ist, lasse ich heute niemanden auflaufen, der angeschlagen ist." Bloß kein Risiko gehen, lautet die Devise. Auf jeden Fall gegen Trier passen muss Defensivspieler Sebastian Klinkhammer (Knieprobleme).
Eintracht-Trainer plant mit Pollok


Triers Coach Roland Seitz will jene Elf auf den Platz schicken, die zuletzt auch im Testspiel gegen Zweibrücken (6:0) begonnen hatte. Wenn es so kommt, erhält im Sturm Wojciech Pollok den Vorzug vor Ahmet Kulabas. Seitz: "Ahmet war drei Wochen verletzt. Das ist eine lange Zeit. Zudem hat sich Wojciech in den vergangenen beiden Tests gut präsentiert. Ich schaue mir das heute Abend an - mal sehen, wer dann am Samstag in der Regionalliga gegen Mainz II spielt."
Verzichten muss der Oberpfälzer weiterhin auf Chhunly Pagenburg (Probleme in der Wade), Alon Abelski (Teileinriss am Syndesmoseband) und Michael Dingels (Bänderverletzung). Einsatzfähig ist dagegen Jeremy Karikari, dessen Sperre nur für die Regionalliga gilt.
Seitz hofft, dass seine Spieler Lehren aus dem mühsamen Weiterkommen in Mehring gezogen haben: "Mit der richtigen Einstellung gewinnen wir das Spiel gegen die SG Stadtkyll. Wenn wir es an dem nötigen Willen vermissen lassen, werden wir erneut ins Schwitzen kommen."Extra

Nachholtermine stehen fest: Eintracht Trier hat in der Fußball-Regionalliga West vier Partien nachzuholen. Die noch nicht feststehenden Termine wurden jetzt festgezurrt. Demnach findet am Dienstag, 13. März, 19 Uhr, die Begegnung im Paul-Janes-Stadion bei Fortuna Düsseldorf II statt. Bereits fest stand der Termin für das Heimspiel gegen Borussia Dortmund II (Mittwoch, 28. März, 19 Uhr, Moselstadion). Da die Partie beim SC Verl am Sonntag, 1. April, 14 Uhr, angepfiffen wird, kommt es in der Woche danach nicht zum Auswärtsspiel bei Schalke 04 II, sondern am Mittwoch, 4. April, 19 Uhr, zum Heimspiel gegen Fortuna Köln. Bei Schalke 04 II tritt Trier dann am Dienstag, 17. April, 18.30 Uhr, an. Lizenzierung: Auf ihrer Internetseite teilt die Eintracht mit, dass sie die Unterlagen für das Lizenzierungsverfahren zur dritten Liga zum Deutschen Fußball-Bund geschickt hat. Abgabeschluss ist der 1. März (der TV berichtete). Für die neue Regionalliga Süd/Südwest wird es keine spezielle Lizenzierung geben. red