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Motto: Mit zwei Stürmern zu drei Punkten

Motto: Mit zwei Stürmern zu drei Punkten

Regionalligist Eintracht Trier will im Spiel gegen Bayer Leverkusen II (Donnerstag, 19 Uhr, Moselstadion) die Serie von vier Liga-Spielen ohne Sieg beenden. Trainer Roland Seitz kehrt gegen das Team von Ex-Nationalspieler Ulf Kirsten zum 4-4-2-System zurück.

Trier. "Die Spannung hochhalten", das hört man in den Tagen vor dem heutigen Spiel gegen Bayer Leverkusen II von allen Seiten. Von Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi, von Trainer Roland Seitz. Es klingt wie ein Mantra. Aber der Grund dafür ist schnell zur Hand: Die Eintracht hat noch ein immens wichtiges Pflichtspiel in diesem Jahr vor sich - das Rheinland-Pokalfinale entweder gegen Wirges oder Koblenz. Das steht aber erst in sechs Wochen an, am 1. Juni.
In der Liga ist für den Tabellenletzten der Vorsaison Platz eins nicht mehr realistisch. Dafür sorgten zuletzt vier Spiele ohne Sieg. Diese Serie wird heute beim Spiel gegen die abstiegsbedrohte U23 von Bayer Leverkusen zu Ende gehen. Davon ist Seitz "felsenfest überzeugt". Zuletzt gab es im Umfeld Kritik für die Änderung des Spielsystems vom gewohnten 4-4-2 auf ein System mit Doppelsechs und nur einer Spitze (Lukas Mössner). Grund dafür sei der Ausfall von Stürmer Ahmet Kulabas, der in der nächsten Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen soll. Seitz sagt, dass ihm die Alternative gefehlt habe. "Tim Eckstein hat mich im Training und in den Spielen der U23 nicht so überzeugt, dass ich ihn als zweite Spitze bringen wollte", sagt Seitz.
Für die heutige Partie kündigt der Trainer aber die Rückkehr zur Doppelspitze an.
Im Umfeld hatte es in der Vorwoche zudem Kritik daran gegeben, dass die Eintracht bei Auswärtsspielen wie bei Schalke II oder in Wiedenbrück nicht bereits am Tag zuvor angereist war. "Ich kann diese ganzen Unmutsäußerungen absolut nicht nachvollziehen", sagt Wilhelmi: "Wir sind stolz und froh darüber, wo wir in der Tabelle stehen. Zudem haben wir mit dem Pokalfinale noch einen Höhepunkt vor uns." Der Verein habe keinerlei finanzielle Probleme. "Aber wenn wir an einer Stelle Geld einsparen können - wie bei Hotel-Übernachtungen -, tun wir das auch."
Personal: Josef Cinar (Knie) wird neben Ahmet Kulabas und dem Langzeitverletzten Christoph Kempny weiterhin fehlen. Über Ostern erhalten die Eintracht-Spieler drei Tage trainingsfrei. Seitz will die Zeit nutzen, um die Kaderplanung für die nächste Saison voranzutreiben. An Ostermontag schaut er sich an, wie sich sein Sohn Sven (21) entwickelt hat: Der spielt im brisanten Oberliga-Derby mit Sachsen Leipzig gegen den alten Intimfeind Lok Leipzig.
Bayer Leverkusen II: Das Team von Trainer Ulf Kirsten befindet sich in akuter Abstiegsgefahr. Die Rheinländer liegen mit 24 Punkten auf einem Abstiegsplatz, punktgleich mit Homburg - dem darauf folgenden Gegner der Eintracht. Kirsten wird in der nächsten Saison nicht mehr Trainer der U23 sein, sondern dem Verein in anderer, noch nicht näher bezeichneter Funktion erhalten bleiben. Kirstens Nachfolger wird Matthias Mink (Fortuna Köln). AF