Sonntag ist Sonnentag

Die Eintracht beweist erneut große Moral. Obwohl der SVE im dritten Spiel hintereinander in Rückstand geriet, drehte der Regionalligist auch die Partie am Sonntag bei 1899 Hoffenheim II. Dank des 3:2-Siegs schnuppern die Moselaner nun an der Tabellenspitze.

Hoffenheim. Drei Mal hatte er in den vergangenen Wochen Aluminium getroffen. Maximilian Watzka im Bunde mit Latte und Pfosten. Gestern endlich die Erlösung. Sein erster Treffer im 16. Regionalliga-Spiel für Eintracht Trier. Nach direktem Zuspiel von Chhunly Pagenburg, der von Alon Abelski in Szene gesetzt worden war, traf er flach ins lange Eck. Ein goldener Moment an der Silbergasse, wo das Hoffenheimer Dietmar-Hopp-Stadion steht. "Ich habe nie aufgegeben. Ich wusste: Irgendwann klappt es", freute sich Watzka über sein Tor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.
Der Mittelfeldspieler, im Sommer von RB Leipzig an die Mosel gewechselt, steht sinnbildlich für die Eintracht-Mannschaft. Trotz wiederholten Rückstands drehte der SVE in Hoffenheim das Spiel. Beim Tabellenführer stand es nicht nur 0:1 (Torwart Stephan Loboué hatte bei einem Kopfball von Michael Gregoritsch nicht gut ausgesehen), sondern auch 1:2 nach einem Gegentreffer von Andreas Ludwig mit dem Halbzeitpfiff. "Wir haben immer an uns geglaubt und die Konter gut ausgespielt. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg absolut verdient", sagte Watzka. Der große Zusammenhalt und der Glaube an die eigenen Fähigkeiten machte er als Pluspunkte des Teams aus. "Das wird uns noch weit nach vorne bringen", ist sich der 26-Jährige sicher.
Die 410 Zuschauer sahen im Dietmar-Hopp-Stadion ein wahres Spitzenspiel mit vielen Torraumszenen. Mit dem Trierer Erfolg ist die Heimserie der Hoffenheimer gerissen. Nach sechs Siegen und zwei Remis gab es die erste Niederlage für die Kraichgauer. Der SVE dagegen baute eine ungewöhnliche Serie aus. In der neunten Sonntagspartie in den vergangenen drei Spielzeiten gab es den sechsten Sieg (bei zwei Remis und einer Niederlage). Sonntage sind für Trier zuletzt oft Sonnentage. In dieser Spielzeit ist Trier nun schon sechs Partien in Folge ungeschlagen (16 Punkte). "Die Mannschaft hat für diese Leistung allen Respekt verdient", lobte Eintracht-Trainer Roland Seitz, der sich darüber freute, dass sein Team spielerisch mitgehalten hat: "Wenn Hoffenheim ins Rollen kommt, hat jeder Gegner Schwerstarbeit zu verrichten. Wir haben heute unser bestes Saisonspiel gezeigt."