Trier möchte gegen die Königsblauen kein zweites blaues Wunder erleben

Trier möchte gegen die Königsblauen kein zweites blaues Wunder erleben

In der Hinrunde der Fußball-Regionalliga hat Eintracht Trier gegen Schalke 04 II eine empfindliche 1:2-Heimpleite kassiert. Vor dem heutigen Wiedersehen (18.30 Uhr, Mondpalast-Arena in Herne) sagt SVE-Trainer Roland Seitz: "Wir haben etwas gutzumachen."

Trier. Seine Leistungen und die Ergebnisse der Eintracht standen zuletzt im Einklang. Läuft\'s bei Ahmet Kulabas, gewinnt der SVE. Läuft\'s nicht beim Stürmer, springt auch für das Team wenig Zählbares heraus.
Rückblick: In den sechs sieglosen Spielen zwischen dem 10. März und 1. April kam Kulabas fünf Mal zum Einsatz. Seine Bilanz: ein mickriges Tor. Die jüngsten vier Partien gewann Trier - auch dank "Kula". Seine Quote: zwei Tore, vier Vorlagen.
"Ich bin jetzt wieder frischer und habe Spaß. Wir können ohne Druck nach vorne spielen", begründet der Angreifer seine nach oben zeigende Leistungskurve. Die Aussage impliziert: Mit höherem Druck können manche Spieler nicht gut umgehen.
Kulabas kommt in dieser Spielzeit bislang auf elf Tore. Bis Saisonende soll die Zahl auf 15 steigen. Das würde noch vier Treffer in den ausstehenden fünf Begegnungen bedeuten.
Gerne möchte der 24-Jährige schon heute Abend wieder jubeln, im Nachholspiel bei Schalke 04 II. "Wenn wir von Anfang an drauf gehen, sind wir schwer zu schlagen", sagt der gebürtige Esslinger, dessen Vertrag ausläuft. "Ich kann mir vorstellen, in Trier zu bleiben", bekundet er. Verhandlungen habe es bis dato aber nicht gegeben.
Auch Seitz registriert den Formanstieg bei Kulabas: "Ich denke, mehrere Faktoren sind dafür ausschlaggebend. Zum einen fühlt er sich im Zusammenspiel mit seinen WG-Kollegen Chhunly Pagenburg und Benjamin Pintol wohl, zum anderen hat er gemerkt, wieder mehr Gas geben zu müssen."
Ob das WG-Trio heute gegen die Königsblauen geschlossen auflaufen wird, ist unklar. Pagenburg und Pintol sind angeschlagen, wie auch Cataldo Cozza und Daniel Bauer. "Ich weiß noch nicht, ob ich umstellen muss", sagte Seitz gestern. Der Trainer will auch nach einem möglichen Sieg gegen Schalke II keinen Gedanken an eine etwaige Rückkehr in den Titelkampf verschwenden: "Unser Fokus liegt in erster Linie auf dem Rheinlandpokal." bl

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