Trier trifft ins Tor, Gladbach nur ans Aluminium

Trier trifft ins Tor, Gladbach nur ans Aluminium

Eintracht Trier hat für das DFB-Pokalspiel am Dienstag gegen den Hamburger SV weiteres Selbstvertrauen getankt. Im Regionalliga-Spitzenspiel gestern Abend bei Borussia Mönchengladbach II gelang den Moselanern ein beeindruckender 4:0-Erfolg.

(bl) Seit nunmehr 466 Minuten ist Eintracht Trier in der Regionalliga ohne Gegentor. Dass sich der SVE auch gestern bei Borussia Mönchengladbach II schadlos hielt, war nicht unbedingt zu erwarten. In die Karten spielte Trier eine blitzschnelle Führung. In der dritten Minute kam Martin Hauswald der Forderung von Trainer Roland Seitz nach, wieder mehr Torgefahr auszustrahlen. Aus kurzer Distanz markierte der Mittelfeldspieler nach einer scharfen Hereingabe von Fahrudin Kuduzovic seinen zweiten Regionalliga-Treffer im Eintracht-Dress.

Die Gastgeber reagierten vor 421 Zuschauern im Grenzlandstadion Rheydt keineswegs geschockt. Ein Angriff nach dem anderen rollte in Richtung des Eintracht-Tors. Gelungene Ballstafetten, Tempodribblings, viele Ideen - Gladbach überzeugte und hatte Pech. Ein 30-Meter-Schuss von Denis Dowidat klatschte an den Pfosten (10.). Eine Minute später kratzte Oliver Stang den Ball nach einem Schuss von Dowidat von der Torlinie. Amin Younes zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern an die Latte (31.).

Die Borussia traf nur Aluminium, Trier dafür ein zweites Mal ins Tor. Auf der linken Seite schickte Chhunly Pagenburg Thomas Drescher auf die Reise. Dessen Flanke konnte Hauswald nicht verwerten, aus dem Hintergrund schlenzte Ahmet Kulabas den Ball dafür überlegt unter die Latte (34.). Die Eintracht - gnadenlos effektiv.

In einer attraktiven Partie schwamm sich der SVE nach 20 Minuten frei. Es wurde ein kurzweiliges Duell auf Augenhöhe. Direkt nach der Pause musste Denny Herzig auf Trierer Seite in hoher Not klären. Den Sack endgültig zu machten die Moselaner nach knapp einer Stunde, als Gladbachs Kapitän Tim Heubach nach einer Hereingabe von Alon Abelski ein Eigentor unterlief (58.). Pagenburg schraubte das Ergebnis sogar noch höher - er traf kurz vor Schluss zum 4:0 (86.).

Extra

Stimmen:
Roland Seitz, Trainer Eintracht Trier: Ich freue mich über unseren Lauf. Am Anfang hatten wir Glück. Da stand die Partie auf der Kippe. Nach 20 Minuten haben wir im Zentrum taktisch besser gespielt und damit die Partie, in der es sicherlich die ein oder andere strittige Szene gab, in den Griff bekommen. Wir haben sehr gute Konter gefahren.
Sven Demandt, Trainer Mönchengladbach II: Trier ist für mich die beste Mannschaft in der Liga. Dennoch haben wir in der ersten halben Stunde ein gutes Spiel gemacht. Wir hatten Chancen zu Toren. Schade, dass wir dann durch aus meiner Sicht zwei irreguläre Tore ins Hintertreffen geraten sind. Beim 1:0 war es Abseits, beim zweiten Tor lag ein Handspiel vor.

Statistik

Borussia Mönchengladbach II: Blaswich - Schumacher, Dams, Heubach, Odenthal - Bieler (69. Khalil), Korb, Dowidat, Younes (64. Platzek) - Kachunga (78. Breuer), Podszus

Eintracht Trier: Poggenborg - Cozza, Stang, Herzig, Drescher - Karikari - Hauswald (74. Kraus), Kuduzovic (68. Gouiffe à Goufan), Abelski, Pagenburg (86. Knartz) - Kulabas

Tore: 0:1 Hauswald (3.), 0:2 Kulabas (34.), 0:3 Heubach (58., ET), 0:4 Pagenburg (86.)
SR: Sven Jablonski
Zuschauer: 421