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Triers Hoffnung: Sechs Tore für mehr Selbstvertrauen

Triers Hoffnung: Sechs Tore für mehr Selbstvertrauen

Es war nicht mehr als ein Pflichtsieg gegen einen unterklassigeren Gegner. Und dennoch könnte für Eintracht Trier der 6:0-Erfolg beim TuS Oberwinter, der den Moselanern den Einzug ins Rheinlandpokal-Finale beschert hat, Signalwirkung haben.

Trier. (bl) Das letzte Stürmertor in der Fußball-Regionalliga liegt schon länger zurück. Im Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen am 20. März traf Wilko Risser zum 1:1-Endstand. Seitdem herrscht Flaute im Angriff von Eintracht Trier. Drei Liga-Spiele, null Tore. Das nagte an der Moral.

Bis Mittwochabend, bis zum Rheinlandpokal-Halbfinale beim TuS Oberwinter. Der Rheinlandligist wurde wegen widriger Umstände (viele Verletzte, drittes Spiel binnen sechs Tagen) für Trier zu einem willkommenen Sparringspartner. Die Eintracht nutzte die Chance, sich ein wenig freizuschwimmen. Wenn auch erst in der zweiten Halbzeit, nach einer ersten Hälfte mit viel Magerkost.

Trainer Basler: Tim Eckstein ist ein Juwel für uns



Die Stürmer trafen konsequent. Wilko Risser erzielte beim 6:0-Erfolg zwei Treffer (47., 51.), ebenso der später für ihn eingewechselte Florian Bauer (76., 82.). Den Auftakt hatte der erst 17-jährige Tim Eckstein gemacht, der neben Risser in der Startelf ran durfte. Mit einem passgenauen Lupfer (16.) überwand er Oberwinters Torwart Benjamin Kauert. "Ich habe ganz gut mit Wilko harmoniert. Er hat mir im Spiel immer wieder Tipps gegeben, wie ich laufen soll", sagte Eckstein.

Auch Eintracht-Trainer Mario Basler konstatierte zufrieden: "Es war für unsere Stürmer sehr wichtig, dass sie getroffen haben. Besonders gefreut habe ich mich für Tim." Gleichzeitig mahnt er: "Wir werden den Jungen nicht verheizen. Der TuS Oberwinter ist ,nur' ein Rheinlandligist. Wir werden Tim behutsam aufbauen. Er ist ein Juwel für uns."

Mittelfeldspieler Markus Anfang hofft, dass der Pokal-Erfolg dem Team neuen Schwung in der Liga verleiht. "In der zweiten Halbzeit ist bei uns der Knoten geplatzt. Vielleicht gibt uns das Selbstvertrauen für das Spiel am Samstag in Mönchengladbach, vielleicht sogar für die nächsten Wochen", sagt der 34-Jährige. Beim 2:0 — einem Geniestreich — war der Ex-Bundesliga-Spieler beteiligt. Per Lupfer hob er den Ball bei einem Freistoß über die Mauer hinweg und bediente so Risser, der kaltschnäuzig abschloss. Anfang: "Diese Freistoß-Variante haben wir im Training erst einmal ausprobiert. Da ging sie noch schief."

Rheinlandpokal-Endspiel voraussichtlich am 10. Juni



Im Endspiel des Rheinlandpokals trifft Eintracht Trier auf Oberligist SV Rossbach/Verscheid (derzeit Tabellen-Sechster). Die Westerwälder setzten sich in ihrem Halbfinale mit 5:3 beim Liga-Konkurrenten SpVgg. Wirges durch. Gespielt werden soll am 10. Juni in Polch. Laut Fußballverband Rheinland wird der Termin endgültig in den nächsten Tagen festgelegt.

Am Freitag, 24. April, tritt die Eintracht um 19 Uhr gegen Bayer Leverkusen II im Moselstadion an. Der TV verlost exklusiv unter seinen Abonnenten fünf Mal zwei Karten für das Spiel. Wer heute bis 24 Uhr die Hotline 01379/375005 anruft (50 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise aus dem Mobilfunk möglich) und das Stichwort "Eintracht" nennt, hat die Chance, zu gewinnen.

Eintracht-Ecke

Thorsten Wittek ist optimistisch: Obwohl er noch immer auf zwei Krücken angewiesen ist, sieht Eintracht-Mittelfeldspieler Thorsten Wittek (TV-Foto: Archiv/Hans Krämer) Fortschritte nach seinem vor rund zwei Monaten erlittenen Innenmeniskus-Riss: "Das Knie sieht sehr gut aus. Ich mache derzeit Kräftigungsübungen." Wird es vielleicht doch noch was mit einem Comeback in dieser Saison? "Ich weiß es nicht. Man kann nicht sagen, wie lange es noch dauert." Vor zwei Wochen hatte sich der 32-Jährige einem erneuten Eingriff unterziehen müssen. Wittek: "Nach der ersten Operation hatte sich das Knie entzündet. Es musste deshalb punktiert werden." (bl)