Wende in Gesprächen mit Stefan Kohler: Trier zieht Angebot zurück

Wende in Gesprächen mit Stefan Kohler: Trier zieht Angebot zurück

Nächstes Kapitel im Vertragspoker zwischen Stefan Kohler und Eintracht Trier. Der Regionalligist hat entschieden, das dem Mittelfeldspieler unterbreitete Angebot zurückzuziehen. Damit scheint die Tür für den 27-Jährigen zugefallen zu sein.

Trier. Eintracht-Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi teilte gestern auf TV-Anfrage den Entschluss mit: "Stefan Kohler hat von uns eine Absage bekommen. Zwei Monate lang hatte er ein Angebot von uns auf dem Tisch liegen. Er hat eine Unterschrift immer wieder herausgezögert. Jetzt haben wir Nein gesagt." Ob es ein endgültiges Nein ist, wollten weder Wilhelmi noch Trainer Roland Seitz explizit sagen. "Es kam bislang nicht zu einer Einigung. Jetzt ist die Sache auf Eis gelegt", sagte der Coach gestern zum TV. Aus Sicht von Kohlers Berater Alex Mehrle ist die ausbleibende Vertragsverlängerung wohl definitiv.
Die Eintracht hofft, auf der wichtigen Position des defensiven Mittelfeldspielers alsbald mit Jeremy Karikari eine Übereinkunft zur weiteren Zusammenarbeit erzielen zu können. Nach zuletzt starken Leistungen ist dem 23-Jährigen ein Stammplatz zuzutrauen. In der Hinterhand hätte Seitz für die Rolle des "Sechsers" momentan Max Bachl-Staudinger. Womöglich sucht der Trainer darüber hinaus einen weiteren Spieler, der sowohl im Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung spielen kann. In dieses Anforderungsprofil passt Kohler nicht. Was passiert, wenn eine Einigung mit Karikari doch noch scheitern sollte, ist offen.
Aktuell hat die Eintracht zwölf Spieler für die nächste Saison unter Vertrag. Seitz plant im Kader mit mindestens 18 Feldspielern und zwei Torleuten. Inzwischen kaum noch Hoffnung auf einen Verbleib hat der Oberpfälzer bei Stürmer Lukas Mössner. Mit Ahmet Kulabas stehen ebenso wie mit Karikari Gespräche aus.
Nach aktuellem Stand dürften bei der Suche nach Verstärkungen die Positionen Innenverteidigung, linkes Mittelfeld und Sturm im Mittelpunkt stehen. Ein Augenmerk muss Seitz dabei auch auf deutsche U-23-Spieler legen. Nach DFB-Regularien müssen pro Partie immer vier Nachwuchsakteure auf dem Spielberichtsbogen stehen. Seitz will mindestens fünf deutsche U-23-Spieler im Kader haben, bislang hat er nur zwei (Fabian Zittlau und Bachl-Staudinger).
Beschlossene Sache ist inzwischen auch, dass sich Mittelfeldspieler Piero Saccone einen neuen Verein suchen muss. Laut Berater Mehrle besteht Kontakt zu zwei Schweizer Zweitligisten.
Alban Meha hatte am Wochenende bereits den ersten Testspieleinsatz für seinen neuen Club SC Paderborn. In der Frage der Übernahme seines Juni-Gehalts haben sich die Eintracht und die Ostwestfalen geeinigt. Wilhelmi: "Über die Details haben wir Stillschweigen vereinbart. Aber wir sind zufrieden mit der gefundenen Lösung." bl

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