Wert der Testspiele auf dem Prüfstand

Endlich rollt auch für die Rheinlandligisten der Ball. Und zwar nicht in Testspielen, deren Wert sich definitiv nicht an Resultaten festmachen lässt. Von diesem Wochenende an geht es 34 Spieltage lang um Punkte.

Trier. Mit acht Vereinen kommt fast die Hälfte der Klasse aus der Region Trier, die schon zur Premiere mit drei Derbys aufwarten kann. Als erste der lokalen Protagonisten treten aber die Mehringer gegen den Ball. Die Elf von Trainer Rudi Thömmes ist beim "Aktenzeichen XY" der Liga zu Gast. Über keine Mannschaft der Rheinlandliga wissen die Vertreter aus dem äußersten Westen weniger als über den Aufsteiger SG Malberg, der im Westerwald beheimatet ist und demzufolge als Meister der Bezirksliga Ost nach oben kletterte. Natürlich hat Thömmes Erkundigungen eingezogen und traut den Gastgebern "eine ähnlich gute Rolle zu, wie wir sie im Vorjahr gespielt haben."

Die Moselaner, die auf den Einsatz von Frank Thömmes hoffen, aber Fabian Lehnen und Sascha Fuhr ersetzen müssen, werden ihr ganzes Können abrufen müssen, um zu bestehen.

Der den Umfragen nach haushohe Titelfavorit FSV Salmrohr erwartet die SG Zell/Bullay-Alf, die gleich zum Saisonbeginn schon wieder über Personalnot klagt. Sieben Akteure muss Trainer Jörg Bach ersetzen.

Zwar ist auch sein Pendant Robert Jung (Salmrohr) nicht sorgenfrei, aber, so Bach: "Salmrohrs Kader ist so gut und tief, da lässt sich der eine oder andere Ausfall verkraften."

Dennoch hat Jung Respekt vor dem Gegner: "Sie sind gut organisiert und haben immer noch einige richtig gute Spieler dabei." Wenn es nicht anders geht, "muss unsere überlegene Fitness den Ausschlag geben".

Morbachs Trainer Sascha Meeth rechnet "mit einer ganz schweren Aufgabe" gegen die SG Udler, "die uns sicher nicht den Gefallen tun wird, auf Angriff zu spielen".

Das bestätigt Meeths Amtskollege auch: "Wir wollen hinten sicher stehen und nach vorne gut kontern." Beide Trainer müssen wichtige Spieler ersetzen.

Wie auch Harry Koch, der mit dem SV Dörbach beim FV Engers antreten muss. "Ich zähle Engers zu den Teams, die oben dabei sind", glaubt Koch, der sich auf Carsten Thiel als Torhüter Nummer eins festgelegt hat, auf einige Akteure verzichten muss und um seinen zweitbesten Torjäger, Patrick Noske, bangt.

"Wir haben nichts zu verlieren", verkündet Thomas Löw vor der Partie der SG Badem/Kyllburg/Gindorf gegen den stark eingeschätzten Neuling Eintracht Trier II. Löw wird "vermutlich", sein gleichgestellter Trainerkollege Wolfgang Neumann "definitiv nicht auflaufen".

Gästetrainer Reinhold Breu nimmt die Favoritenrolle zwar an, ist aber auch erfahren genug, um zu wissen, dass gerade Auftaktspiele immer Überraschungen bringen können: "Wir werden den Gegner sehr, sehr ernst nehmen und wissen, dass wir mit spielerischen Mitteln allein nicht zum Erfolg kommen können."

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