"Wir haben unseren Job erledigt"

Mit einer soliden Vorstellung hat Eintracht Trier das Halbfinale des Rheinlandpokals erreicht. Im Duell beim Oberligisten SV Roßbach/Verscheid hatten die Moselaner allerdings mit schlechten Platzverhältnissen und eigenen Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Die Treffer zum 2:0-Erfolg steuerten Mössner und Kuduzovic bei.

Roßbach. Sein Resümee fiel schnörkellos aus: "Es war wichtig, souverän zu stehen und vorne ein bis zwei Tore zu machen. Wir haben unseren Job erledigt", sagte Lukas Mössner nach dem Schlusspfiff. Genauso nüchtern hatte er in der 43. Minute die Führung für Trier erzielt. Auf Vorlage von Cataldo Cozza, der den Ball von der Grundlinie zurücklegte, traf der Österreicher aus wenigen Metern Torentfernung. Beim 2:0 fackelte Fahrudin Kuduzovic nicht lange — nach Vorarbeit von Alban Meha und Piero Saccone drosch er den Ball ins Netz (56.).

Trier hatte über die gesamte Spielzeit hinweg mehr Torgelegenheiten, das Team tat sich jedoch mit dem holprigen und kleinen Rasenplatz in Roßbach schwer. Zudem stand der klassentiefere Gegner trotz großer personeller Probleme gut organisiert, und die Eintracht gewann vor dem Tor der Gastgeber keinen Preis für Effektivität.

Lukas Mössner einzige Spitze



So ärgerte sich Eintracht-Trainer Roland Seitz sichtlich darüber, dass die Mannschaft nicht konsequent auf ein drittes Tor hinarbeitete. Nach dem Schlusspfiff gab sich der Oberpfälzer in seiner Bestandsaufnahme jedoch gnädig: "Ich bin zufrieden mit dem Spiel. Wir haben den Platz und den Gegner angenommen. Wir haben den Erfolg souverän nach Hause gebracht."

Kurzfristig entschied sich Seitz dazu, nur mit einer Spitze (Mössner) und einem Fünfer-Mittelfeld aufzulaufen: "Wir wussten, dass der Gegner ,Kick and Rush' spielen wird. Deshalb wollte ich das Mittelfeld stärken, um dort Überzahl zu schaffen."

So weit die Theorie. In der Praxis war Mössner lange Zeit vorne auf sich alleine gestellt, im Mittelfeld fanden Meha, Saccone und Kuduzovic erst mit der Zeit zu einer sinnvollen Raumaufteilung.

Im Halbfinale tritt die Eintracht beim Oberligisten SG Bad Breisig an. Vorgesehener Spieltermin ist der 12. oder 13. April. In einem weiteren Viertelfinale behielt Drittligist Koblenz mit 4:1 bei den Sportfreunden Eisbachtal die Oberhand. Die TuS gastiert in der Vorschlussrunde bei der Spvgg. EGC Wirges.

SV Roßbach/Verscheid: Linnig - Kroener, Müller (87. Miura), Ludwigs, Eckl - Bernard, Prenku (63. Olck), Schneeweis, Kadiata - Addai (74. Gronwald), Kahler

Eintr. Trier: Poggenborg - Cozza, Cinar, Zittlau, Drescher - Kohler - Mvondo (82. Eckstein), Saccone, Kuduzovic (80. Karikari), Meha - Mössner (77. Kraus)

Tore: 0:1 Mössner (43.), 0:2 Kuduzovic (56.)

Schiedsrichter: Jan Schönfeld; Zuschauer: 557

EINTRACHT-ECKE



Abi-Stress vorbei: Mittelfeldspieler Max Bachl-Staudinger hat seit kurzem sein Abitur in der Tasche. Im Sommer endet sein Vertrag bei Eintracht Trier. Seine Zukunft beim SVE erscheint zumindest fraglich. "Es bringt mir nichts, zu bleiben, wenn ich auf der Bank sitze. Ich muss sehen, was die beste Lösung ist", sagte der 20-Jährige dem TV. In Roßbach stand Bachl-Staudinger nicht im Kader, statt dessen spielte er freitags in der U 23. bl