"Wir sind uns im Prinzip einig"

Roland Seitz, Trainer von Fußball-Regionalligist Eintracht Trier, wird wohl über die Saison hinaus an der Mosel in der Verantwortung stehen. Der Vertrag mit dem Oberpfälzer soll in Kürze um ein Jahr verlängert werden.

Trier. (bl) Am Sonntagvormittag, 10 Uhr, startet Regionalligist Eintracht Trier in die Winter-Vorbereitung. Gestern kehrte Trainer Roland Seitz aus seinem Urlaub auf Fuerteventura zurück. Auf der Kanaren-Insel hat auch Eintracht-Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi mit seiner Familie über die Feiertage hinweg neue Kraft getankt (der TV berichtete). Am Strand haben sich Seitz und Wilhelmi wie geplant zu einem Zukunfts-Gespräch getroffen - und offenbar Pflöcke eingerammt.

"Wir haben uns an einem Nachmittag länger zusammengesetzt. Wir sind uns im Prinzip einig, den Vertrag um ein Jahr zu verlängern. Es sind noch ein paar Kleinigkeiten zu klären, das soll in der nächsten Woche geschehen", sagte Wilhelmi gestern auf Anfrage des TV. Seitz' Vertrag endet am 30. Juni 2011 - zuletzt hatten Verein und Coach bekundet, an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert zu sein.

Neu zum Kader stößt zum Trainingsauftakt der offensive Mittelfeldspieler Fahrudin Kuduzovic. Er war kurz vor Weihnachten als Ersatz für den am Kreuzband verletzten Tolgay Asma bis Saisonende verpflichtet worden. Ob darüber hinaus ein weiterer neuer Offensivakteur kommt, steht in den Sternen. "Aktuell ist eine weitere Spielerverpflichtung nicht machbar. Aber wir arbeiten daran, vielleicht doch noch eine Möglichkeit zu schaffen", erläutert Wilhelmi. Die Eintracht muss ein Etat-Loch von gut 200 000 Euro stopfen. Zudem gibt es für den Club im Zuge des Jahresabschlusses 2009 vom Deutschen Fußball-Bund die Auflage, bei einer zusätzlichen Neuverpflichtung auch die Finanzierung nachzuweisen.

Michael Dingels will wieder durchstarten



In der Vorbereitung voll angreifen will Abwehrspieler Michael Dingels, der in der bisherigen Saison lediglich drei Regionalliga-Spiele bestritten hat. Seit Ende August kämpft er mit den Folgen eines Innenbandanrisses im rechten Knie. "Der Muskelaufbau ist gut. Ich bin so weit schmerzfrei. Ich hoffe, im Mannschaftstraining wieder voll mitmachen zu können", sagte Dingels auf TV-Anfrage.

In der Vorbereitung bleiben dem Team knapp drei Wochen Zeit bis zum ersten Regionalligaspiel im neuen Jahr. Das Nachholspiel im Moselstadion gegen den 1. FC Kaiserslautern II ist für Samstag, 29. Januar, 16 Uhr, angesetzt worden.

Unterdessen zieht der hauptamtliche Jugendkoordinator Reinhold Breu fast wie erwartet zum 30. Juni einen Schlussstrich unter sein dann dreijähriges Engagement bei der Eintracht. Bereits vor einem Monat hatte der Niederbayer im TV seinen möglichen Abschied durchblicken lassen. Er kritisierte mögliche Kürzungen im Jugend-Etat, zudem habe sich der Verein seit 2008 nicht so weiterentwickelt, wie er es hätte können. Zur neuen Saison bewirbt sich Breu nach eigener Aussage für eine Funktion in einem Nachwuchsleistungszentrum. Wo genau, sagt er nicht. "Ich möchte den nächsten Karriere-Schritt machen. Bei der Eintracht müssten im Jugendbereich die Trainingsbedingungen, die individuelle Förderung, Schulkooperationen oder die medizinische Betreuung weiter verbessert werden, um die nächste Ausbildungsstufe zu erreichen. Aber das darf man dem Verein, der es finanziell nicht leicht hat, nicht zumuten", sagte Breu dem TV.

Wer sein Nachfolger wird, ist noch unklar. Laut Eintracht-Vorstandsmitglied Roman Gottschalk sei noch nicht entschieden, ob es weiterhin einen hauptamtlichen Jugendleiter geben wird. "Wir wollen an der Spitze aber auf jeden Fall einen Fußball-Lehrer haben, um das hohe Niveau der Jugendarbeit fortführen zu können." Gleichzeitig muss nach Ansicht von Wilhelmi geklärt werden, wie am Projekt ,DFB-Nachwuchsleistungszentrum' festgehalten werden kann: "Wir haben inzwischen die Bestätigung, dass es für Dritt- und Viertligisten leider keine finanzielle Förderung gibt."

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