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Zittlau spürt den Atem der Konkurrenz

Zittlau spürt den Atem der Konkurrenz

Fabian Zittlau, Abwehrspieler von Eintracht Trier, war im Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg der Unglücksrabe. Trainer Roland Seitz will an dem Wackelkandidaten festhalten. Vorerst zumindest.

Trier. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherigen Auftritte des 20-Jährigen. Im Testspiel gegen Schaffhausen, im Regionalliga-Spiel beim 1. FC Kaiserslautern II und im Pokalhit gegen Nürnberg brauchte Fabian Zittlau jeweils 25 Minuten, um in Fahrt zu kommen. Um sich als gelernter Linksverteidiger auf der rechten Seite zu akklimatisieren. Um wichtige Zweikämpfe zu gewinnen.

Gegen Nürnberg wurde Zittlaus anfängliche Schläfrigkeit bestraft. Der Neuzugang gewährte Torschütze Albert Bunjaku vor dem 0:1 Narrenfreiheit. "Fabian muss schnellstmöglich lernen, von der ersten Minute an hellwach zu sein", sagt Eintracht-Trainer Roland Seitz.

Weil Zittlau im Verlauf der Pokalpartie gegen starke Gegenspieler (Bunjaku, Schieber, Mintal) seinen Job solide verrichtete, will Seitz über den Nachwuchsakteur nicht den Stab brechen. "Ich habe mich für ihn als Rechtsverteidiger entschieden, er bekommt eine weitere Chance." Heißt: Gegen Wuppertal am Freitag (19 Uhr, Moselstadion) soll Zittlau wieder auflaufen. So zumindest Seitz' Plan am gestrigen Montag. Andererseits wird es keine Nibelungentreue geben. Seitz: "Wenn Fabian keine Fortschritte macht, weiß ich, auf Michael Dingels oder Thomas Kempny zurückgreifen zu können."

Das Duo hatte sich im Spiel gegen Nürnberg schon früh neben dem Trierer Tor warmgelaufen. "Hätte sich Fabian nicht gesteigert, hätte ich ihn durch einen Wechsel schützen müssen", sagt der Trainer.

Beim 45-Jährigen ist die Enttäuschung über die verpasste Überraschung gegen den Pokalsieger von 2007 noch nicht ganz verflogen. "Ich ärgere mich immer noch, dass wir es trotz guter Chancen nicht geschafft haben, das Tor zu treffen. Wir waren so nah dran!"

Hintergrund

Stürmer: Am Rande des Pokalspiels machte ein Gerücht die Runde: Eintracht Trier habe Interesse an Stürmer Bakary Diakité (29, vereinslos, einst neun Erstligaspiele für Mainz). Spielerberater Michael Ruhnau sagt, dass es Gespräche gab: "Die Sache köchelt noch. Ich warte auf ein Angebot der Eintracht." Auch Trainer Seitz bestätigt den Kontakt, derzeit sei Diakité jedoch kein Thema mehr: "Sportlich wäre er interessant, aber aus finanziellen Gründen wäre ein Wechsel wohl nicht machbar." (bl)