Zweites Heimspiel, zweite Chance

Die 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern II war für Regionalligist Eintracht Trier ein schwer verdaulicher Rückschlag. Heute Abend gibt es im Nachholspiel gegen den SC Verl die Möglichkeit zur Wiedergutmachung (19 Uhr, Moselstadion).

(bl) Die Blockade im Kopf einiger Spieler war zu spüren. Im Abschluss fehlte die Konzentration, im Spielaufbau das Selbstvertrauen. Hohe Bälle statt gelungener Kombinationen. "Wir haben zu wenig Fußball gespielt", sagt Eintracht-Mittelfeldspieler Alban Meha in der Rückschau auf das mit 0:1 verlorene Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II. Mehrere Spieler erreichten keine Normalform. Trainer Roland Seitz hätte Argumente, in der heutigen Nachholpartie gegen den SC Verl auf manchen Positionen Veränderungen vorzunehmen. Der 46-Jährige hat das jedoch nicht vor: "Jeder bekommt noch mal eine Chance. Die Spieler sollen zeigen, dass sie es besser können."

Sofern auch die zuletzt angeschlagenen Außenverteidiger Cataldo Cozza und Thomas Drescher einsatzbereit sind, plant Seitz gegen die Ostwestfalen mit der gleichen Startformation wie vor zehn Tagen gegen die Pfälzer.

Stürmer Kulabas: Wir brauchen die drei Punkte



Torwart Andreas Lengsfeld und Abwehrspieler Fabian Zittlau werden verletzungsbedingt definitiv fehlen. Neuzugang Jeremy Karikari steigt nach einer Nasenscheidewand-Operation erst ins Training ein — er ist noch kein Thema. Angreifer Lukas Mössner steht wegen seiner Rotsperre noch nicht wieder zur Verfügung.

Die Vorgabe des Trainers ist klar: Mit einem Sieg gegen Verl soll der Kontakt zur Spitzengruppe gehalten werden. Dazu braucht es aus Sicht von Seitz eine spielerisch gute Vorstellung seines Teams, möglicherweise Geduld gegen einen defensiv auswärts sehr gut stehenden Gegner und die Unterstützung der Fans. "Wir können mit einem Erfolg die Basis dafür schaffen, dass zum Topspiel am nächsten Samstag gegen Preußen Münster hin die Vorfreude richtig steigt", sagt der Oberpfälzer.

Eintracht-Stürmer Ahmet Kulabas glaubt, dass die Mannschaft mit dem 4:0-Erfolg im Testspiel gegen den FSV Frankfurt II wieder in Tritt gekommen ist: "Die 90 Minuten waren wichtig, um das Verständnis in der Offensive zu verbessern. Wir wissen jetzt, wie wir spielen müssen. Wir brauchen jetzt die drei Punkte gegen Verl!"

Mögliche Aufstellung Eintracht Trier: Poggenborg - Cozza, Cinar, Hollmann, Drescher - Kempny, Kohler, Saccone, Meha - Kraus, Kulabas

Hintergrund

Kaltstart für den SC Verl: Erstmals seit mehr als zehn Wochen bestreitet der SC Verl heute wieder ein Regionalliga-Spiel. Ende November unterlagen die Ostwestfalen zu Hause gegen Preußen Münster, danach läutete der Wintereinbruch vorzeitig die Pause ein. "Die vergangenen Wochen waren sehr zermürbend", berichtet Trainer Raimund Bertels, der gegen Trier auf Linksverteidiger Marc Kaminski verzichten muss. Top-Talent Bastian Müller (defensives Mittelfeld) ist zudem zu Bayern München gewechselt. Der SC Verl verlor vier seiner vergangenen fünf Spiele, ist aber auswärts gefährlich (14 Punkte aus acht Partien). (bl)