Serie „Meine EM“ Trierer Ukraine-Fan: Fußball als Hoffnungsanker in Krisenzeiten

Trier · Was Denys Surma der Nationalelf seines Heimatlandes zutraut und welch großen Einfluss der Krieg auf den Fußball in der Ukraine hat.

 Immer wieder unterstützt Denys Surma das ukrainische Team auch im Stadion, so wie hier beim EM-Qualifikationsspiel zur EM im vergangenen Jahr im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion gegen Italien.

Immer wieder unterstützt Denys Surma das ukrainische Team auch im Stadion, so wie hier beim EM-Qualifikationsspiel zur EM im vergangenen Jahr im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion gegen Italien.

Foto: Denys Surma

In der Ukraine gibt es angesichts des andauernden Krieges mit Russland derzeit viel Wichtigeres als Fußball. „Die Leute haben eigentlich nicht die Zeit und auch nicht die Nerven, sich mit der Europameisterschaft zu beschäftigen. Trotzdem verfolgen meine Landsleute die Spiele mit großem Interesse und freuen sich drauf. Es ist eine der wenigen positiven Sachen, die sie momentan haben“, sagt Denys Surma. Der 34-Jährige lebt schon länger in Trier, ist hier familiär und fußballerisch fest verwurzelt. Zur neuen Saison rückt er beim B-Ligisten SV Olewig vom Assistenz- zum Spielertrainer auf. Im Kader seiner Mannschaft stehen mit Ivan Polischuk, Oleksandr Pyvovar und Valera Zaika gleich drei geflüchtete Ukrainer, für die Surma eine wichtige Bezugsperson ist. Zahlreiche Hilfstransporte hat er in den vergangenen rund zwei Jahren in sein Heimatland durchgeführt: „Zuletzt haben wir Sportkleidung vom FC Trier und der Eintracht in die Trierer Partnerstadt Isjum gebracht. Die Freude dort war riesig, weil es dort wirklich an so vielem fehlt.“