Erfolgstrio aus Barcelona knackt 100-Tore-Marke: Wie wird man so erfolgreich?

Erfolgstrio aus Barcelona knackt 100-Tore-Marke: Wie wird man so erfolgreich?

Zwei Tore von Lionel Messi, ein Tor von Luis Suarez - im Spiel des FC Barcelona gegen SD Eibar hat das genügt, einen Rekord aufzustellen.

Das Trio Messi, Suarez und Neymar haben damit die 100-Tor-Marke geknackt. Weltweit schaut die Fußballwelt neidisch auf die iberische Halbinsel.

Es war nicht das erste Mal, dass das Ausnahmegespann so erfolgreich war. Bereits zum dritten Mal in Folge haben Messi, Suarez und Neymar (kurz MSN) den 100-Tore-Rekord geschafft. Kleiner Wermutstropfen: Den größten Coup von 131 Toren haben sie nur einmal eingestellt. Dafür erntet das Dreier-Gespann Anerkennung aus der gesamten Fußballwelt.

Wie wird man ein erfolgreicher Fußballer?

Vor allem Kinder nehmen sich an solch erfolgreichen Fußballspielern ein Beispiel. Aber wie wird man überhaupt erfolgreicher Fußballspieler? Dahinter steckt, neben einem hohen Maß an Talent, auch ein ordentliches Stück Arbeit. Zunächst einmal braucht es den nötigen Willen. Ist er vorhanden, ist der Grundstein gelegt. Was dann folgt, ist:· Spielspaß

· Ausreichende Schulung

· Förderung der Fähigkeiten

Erst im Laufe der Jahre stellt sich heraus, ob ein Kind das Zeug zum Ausnahmespieler hat. Vor allem Väter sind es, die bei größeren Clubs darum bitten, sich den Sohnemann doch einmal anzusehen. Oft stellt sich dann heraus, dass wohl eher der Wunsch Vater des Gedanken war. Kritisiert ein Trainer den Nachwuchs-Messi, dann ist die Enttäuschung natürlich groß. Allen voran beim Vater.

Übermäßiger Ehrgeiz behindert Erfolg

Es ist schwer genug, im Profi-Fußball Fuß zu fassen. Die Chance, dass man ein solches Talent wie Messi wird, kommt einem Lottogewinn gleich. Und da liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1 zu 140 Millionen. Allerdings kann man nur dann im Lotto gewinnen, wenn man auch einen Schein abgibt . Insofern ist es sicher ein Fehler, ein vielleicht neues Talent nicht zu fördern. Allerdings sollten die stolzen Väter ihren Ehrgeiz auch nicht übertreiben, denn zu viel Druck, zu viel Engagement, kann dem kleinen Nachwuchsspieler schnell die Lust am Spiel verhageln und ihn andere Wege einschlagen lassen .

Wer erfolgreich sein will, muss verzichten lernen

30 Prozent Talent und 70 Prozent Disziplin und Wille - glaubt man den Experten, dann ist das das Erfolgsgeheimnis, um ein erfolgreicher Fußballer zu werden. Mit der Disziplin ist es allerdings so eine Sache. Gerade in jungen Jahren haben Jungs neben der Fußball-Leidenschaft noch andere Dinge, die ihnen wichtig sind. Mädchen, Partys, motorisierte Untersätze - das sind nur einige Punkte, die eine Fußballerkarriere schon früh ausbremsen können. Die "Streber", die sich ihrem Hobby Fußball verschreiben, haben es einfacher. Doch auch sie brauchen letzten Endes Eines: Glück. Glück, zur richtigen Zeit in Topform am richtigen Ort zu sein. Glück, um an den richtigen Verein und den richtigen Trainer zu geraten.

So kann es mit der Profi-Karriere klappen

Von den ganz Kleinen aus der F-Jugend bis zum Nationalspieler im Endspiel der WM: So kann der Werdegang aussehen:


Kindesalter

 Wer sich für Fußball begeistert, sollte schon in ganz jungen Jahren einem Verein im Heimatort beitreten. Regelmäßige Teilnahme am Training ist Pflicht. Denn bereits jetzt gibt es so genannte "Sichter", die sich schon in den untersten Altersklassen nach Talenten umsehen . Diese Kinder werden unter Umständen in Förderprogramme aufgenommen.


Jugendalter

 In den späteren Altersklassen der D- und B-Jugend schauen sich auch schon Vertreter der Profivereine um. Deshalb sollten die jungen Spieler so oft es geht an Turnieren teilnehmen. Wird ein solcher Talent-Scout fündig, lädt er die Spieler, die ihm aufgefallen sind, zu einem Probetraining ein. Wird dieses erfolgsversprechend absolviert, könnte ein Wechsel in diesen Verein möglich sein.


Auf dem Weg zum Profi

 In der Jugendmannschaft des großen Vereins ist weiter harte Arbeit und viel Talent gefragt. Nur rund ein Viertel der Spieler schafft es aus den Jugendmannschaften in den Profibereich. Freilich nicht in die A-Mannschaft, sondern erst einmal in die Zweite oder zu anderen Vereinen in der 3. Liga.


Profi

 Hartes Training, streng geregelte Ernährung, kein Alkohol, keine Partys: Das Leben eines Fußballprofis hat viele Entbehrungen. Aber Erfolge und vor allem der Verdienst sollte über diese Einschränkungen hinweg trösten.

Tabelle: Der Weg vom Jugend-Kicker zum Fußballprofi.

Was verdienen Profi-Fußballer?

Es ist kein Geheimnis, dass Profi-Fußballer ordentlich Geld verdienen. Hat man es, wie Messi, Suarez und Neymar, ganz nach oben an die Spitze geschafft, erhält man zum Teil Rekordsummen. Zlatan Ibrahimovic zum Beispiel erhält angeblich jährlich 14,5 Millionen Euro . Nach Steuern. Und ohne Prämien und Werbeeinahmen. Rechnet man diesen Lohn auf die Stunde herunter, ergibt sich ein Stundenlohn von 1.655 Euro. Nicht schlecht. Der Schwede bekommt also an einem Tag etwa so viel, wie der durchschnittliche Deutsche in einem halben Jahr.

Auch Fußballer sind "ganz normale Menschen"

Wie im Leben eines jeden Menschen, haben auch Profi-Kicker ihre Probleme. Stress in der Familie, Verletzungen und Schicksalsschläge verschonen auch die Fußballer nicht. Das wirkt sich natürlich auf deren Form und letztendlich die Erfolge auf dem Rasen aus. Mental stets auf der Höhe zu sein - das kann nicht jedem gelingen. Oft ist es dann so, dass die spielerische Leistung nachlässt, der Spieler nur noch auf der Ersatzbank sitzt und sich schlimmstenfalls aus dem Profigeschäft zurückzieht.

Dritte Halbzeit: Was kommt nach der Profi-Karriere?

Nicht selten steigen ehemalige Profi-Fußballer nach ihrer aktive Karriere im Management ihres Vereins ein. Sie nehmen eine beratende Position ein oder werden Trainer, bzw. Co-Trainer. Andere haben nicht so viel Glück. Norbert Eder zum Beispiel. Er war Verteidiger bei Bayern München und Vize-Weltmeister 1986. Heute verkauft er Blumen. Thomas Berthold, Weltmeister von 1990, ist in der Kokosprodukt-Branche unterwegs, und Nico Patschinski vom FC St. Pauli liefert Pakete bei einem Paketdienst.

Stars wie Messi, Suarez und Neymar betrifft das freilich herzlich wenig. Sie dürften im Laufe ihrer Karriere so viel Geld verdienen, dass selbst ihre Kindeskinder finanziell gesehen noch in vielen Jahren eine Feder in die Luft blasen können.

Bildquellen:

Infografik: Die besten Fußballer der Welt: Ronaldo, Messi, Suarez und Griezmann. Foto: AGIF - 201022973 / Maxisport ? 99173039 / Natursports ? 213441922 / kivnl ? 484712332 / Shutterstock.com

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