Eine Demonstration von Technik und Spielwitz

Eine Demonstration von Technik und Spielwitz

90 Minuten Einbahnstraßenfußball hat im Länderspiel der U-20-Juniorinnen zwischen Deutschland und Belgien in der Sportschule Bitburg gestern mit einem für die Gäste schmeichelhaften Resultat geendet. Deutschland gewann das Testspiel 4:0 (1:0).

Bitburg. "Das war sicherlich ein dankbarer Gegner für uns", sagte Trainerin Maren Meinert, die das Resultat nicht überbewerten wollte. Belgien gab im gesamten Spiel nur zwei Schüsse auf das von der Freiburgerin Laura Benkrath gehütete Tor ab - so oft traf das deutsche Team alleine Aluminium. Das erste Mal durch Spielführerin Ramona Petzelberger (SC Bad Neuenahr). Den zweiten markierte Lena Lotzen (Bayern München) in der 38. Minute. Lotzen war es auch, die nach einer sehenswerten Kombination über sechs Stationen in der 13. Minute den Führungstreffer erzielte. Mit konsequentem Spiel über die Flügel versuchte die Meinert-Elf, die tiefstehenden Belgierinnen auszuhebeln. Oft fehlte nur die Präzision beim letzten Pass. Ansonsten stürzte die Abwehr der "Roten Teufelinnen" von einer Verlegenheit in die andere. Die klaren Aktionen kamen aber erst in der zweiten Hälfte, als sechs Neue ins Spiel kamen. Vor allem Ivana Rudelic (Bayern München) bekamen die Gäste nicht in den Griff. Die große Mittelstürmerin sorgte mit einem Alleingang und anschließendem Flachschuss ins lange Eck für das 2:0 (55.) und verwandelte in der 62. Minute ein präzises Zuspiel von Petzelberger zum 3:0. Der Treffer war eine Kopie des zweiten - erneut zog sie hart ab. Wenig später verhinderte eine zweifelhafte Abseitsentscheidung ihren Hattrick.
Den Endstand erzielte Carolin Simon vom Hamburger SV mit einem raffiniert getretenen Freistoß. Belgiens Torhüterin hatte das kurze Eck frei gemacht - und dort schlug der Ball der Blondine auch ein. Nur 115 Zuschauer bildeten die Kulisse eines Spiels, in dem der deutsche Nachwuchs zeigte, dass die neue Generation auf einem guten Weg ist.
Die meisten Spielerinnen hatte der SC 07 Bad Neuenahr (fünf) abgestellt, den zweitgrößten Block bildete Bayern München, das mit einem Quartett vertreten war. wir