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Fußball-Bundesliga: Lautern und Löwen trennen sich 1:1

Fußball 3. Liga : Geisterspiel ohne Gewinner

3. Liga: Lautern und die Löwen haben sich am Mittwochabend vor leeren Rängen auf dem Betzenberg 1:1 getrennt.

Hell erleuchtet durch das Flutlicht, aber bis auf die Rufe der Spieler und Betreuer gespenstisch still in der Hölle auf dem Betzenberg: Drittligist 1. FC Kaiserslautern spielte gegen 1860 München 1:1. Lucas Röser brachte den FCK in der 13. Minute in Führung, Stefan Lex glich für die spielerisch überlegenen Löwen aus (31.).

Einen Tag nach dem 120. Geburtstag des 1. FC Kaiserslautern trägt der pfälzische Traditionsverein am Mittwochabend zum ersten Mal ein Geisterspiel im heimischen Fritz-Walter-Stadion aus. Passend zur Premiere im bis auf die Medienvertreter leeren weiten Rund der knapp 50000-Zuschauer fassenden WM-Arena setzt 45 Minuten vor dem Anpfiff des Traditionsduells gegen den TSV 1860 München prasselnder Regen ein: Fritz-Walter-Wetter! Ein gutes Omen also für die Heimpartie gegen die Münchner Löwen, die am Wochenende einen 3:2-Heimsieg gegen den Drittliga-Spitzenreiter MSV Duisburg feierten?

Zunächst nicht, denn die Münchner Löwen begannen stürmisch. Die Gäste traten in unveränderter Aufstellung an, Löwen-Trainer Michael Köllner vertraute seiner zuletzt siegreichen Mannschaft. FCK-Coach Boris Schommers, der zu Bundesligazeiten des 1. FC Nürnberg zuerst Co-Trainer und dann Nachfolger von Köllner wurde, aber den Erstligaabstieg des FCN 2018 auch nicht verhindern konnte, baute sein Team im Vergleich zum 1:0-Erfolg in Magdeburg auf drei Positionen um: Für den gelbgesperrten Lennart Grill hütete erstmals in der 3. Liga Avdo Spahic das FCK-Tor, Hendrick Zuck ersetzte Hikmet Ciftci und Lucas Röser stürmte für Timmy Thiele von Beginn an.

Und Spahic wurde gleich warmgeschossen: In der 6. Minute lenkte er einen Kopfball von Mölders noch an den Pfosten, kurz darauf war er nach einem Rückpass fast zu spät am Ball, der nach einem Pressschlag mit Lex nur knapp am FCK-Tor vorbei ins Aus trudelte.

Von diesem Schockmoment erholten sich die Lauterer sehr schnell, aber sie gingen trotzdem überraschend mit ihrer ersten Chance in Führung: Pick setzte sich im Mittelfeld schön durch und passte den Ball auf die rechte Seite zu Röser, der mit einem Flachschuss 1860-Keeper Hiller keine Chance ließ – das 1:0 in der 13. Minute. Der FCK wurde nach der Führung immer ballsicherer, aber die Löwen blieben bei ihren schnellen Kontern gefährlich: So verpasste Mölders in der 18. Minute knapp den Ausgleich.

Einen überragenden Auftritt legte Florian Pick in der 21. Minute hin, als er sich den Ball am eigenen Strafraum schnappte und zu einem Solo über das ganze Spielfeld ansetzte. Er „vernaschte“ zwei Gäste-Spieler, zog in die Mitte – sein Schuss strich aber knapp am rechten Pfosten vorbei. Statt des durchaus möglichen 2:0 für den FCK gelang den Sechzigern dann in der 31. Minute der Ausgleich, als Stefan Lex mit einem Flachschuss Spahic keine Chance ließ. Mit dem 1:1 ging es auch in die Pause – leistungsgerecht.

Auch in der zweiten Halbzeit starteten die spielstarken und kombinationssicheren Münchner besser. In der 52. Minute musste sich Spahic bei einem Bekiroglu-Freistoß schon mächtig strecken, um das 1:2 zu verhindern. Wie schon in der ersten Hälfte überstehen die Pfälzer die Drangphase der Münchner Löwen, und nach gut einer Stunde bringt FCK-Coach Schommers mit Ciftci und Starke für Pick und Sickinger zwei frische Spieler, später noch Fechner für Schad. Die Löwen drängen in der Schlussphase auf den zweiten Treffer, beißen sich aber an der kampfstarken Lauterer Abwehr die Zähne aus.

Somit bleibt es beim verdienten 1:1 (1:1). Der FCK belegt nach dem Remis mit 38 Punkten den zwölften Tabellenplatz, 1860 liegt mit 46 Zählern auf Rang sechs.