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Marcus Weiss wird Trainer von Jeunesse Esch

Luxemburg : Marcus Weiss wird Trainer von Jeunesse Esch

Fußball: Nach seinem Abgang in Mertert/Wasserbillig wechselt der aus Konz stammende Übungsleiter in Luxemburgs erste Liga.

Der neue Verein von Trainer Marcus Weiss steht fest: Rund fünf Wochen, nachdem er seinen Abgang beim Luxemburger Zweitligisten Union Mertert-Wasserbillig bekanntgegeben hatte, unterschrieb der aus Konz stammende 33-Jährige einen Vertrag bei Jeunesse Esch. Damit wechselt Weiss zum Rekordmeister des Großherzogtums, dessen Glanzzeiten allerdings schon etwas zurück liegen. Den letzten seiner insgesamt 28 Championate errang der Traditionsclub vor zehn Jahren. In der coronabedingt abgebrochenen Spielzeit landete die Jeunesse nur auf Platz acht der BGL-Ligue. Coach Noël Tosi, der erst im Winter seinen französischen Landsmann Nicolas Huysman abgelöst hatte, musste vor kurzem gehen.

Als Grund für die Verpflichtung von Weiss – zuletzt drei Jahre bei Mertert-Wasserbillig und zuvor in Grevenmacher tätig – nennen die Escher sein „ideales Profil, die neue Vereinsphilosophie, junge Talente so gut wie möglich in das Team zu integrieren, umzusetzen“.

Uefa-A-Lizenz-Inhaber Weiss bezeichnet es als „riesengroße Aufgabe, die Mannschaft umzubauen“. Den Kader wolle er mit solchen Akteuren verjüngen, „die aus der Region stammen und sich mit diesem traditionsreichen Club identifizieren“.

Der in Temmels an der Obermosel lebende Weiss freut sich auch auf ein interessiertes Umfeld: „Supportermäßig ist Jeunesse das Liver­pool Luxemburgs“. Trotz des enttäuschenden Abschneidens in der zurückliegenden Teil-Runde verzeichneten die „Schwarz-Weißen von der Grenz“ (so wird das in unmittelbarer Nachbarschaft zu Frankreich gelegene Stadion genannt) mit 921 Besuchern immerhin noch den zweitgrößten Zuschauerschnitt. Nur Progrés Niederkorn hatte mehr Fans (961).

Bei Weiss‘ bisherigem Club Mertert-Wasserbillig übernimmt Mario Spang zur neuen Saison das Traineramt. Ihm assistiert wie zuletzt bei den A-Junioren der Trierer Eintracht Michael Fleck (TV berichtete).