Italien, immer wieder Italien: Deutschland heute gegen Angstgegner

Italien, immer wieder Italien: Deutschland heute gegen Angstgegner

Heute Abend geht’s für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft um alles oder nichts: Im EM-Viertelfinale trifft das Team von Trainer Jogi Löw auf Italien (21 Uhr/ARD). Für Neuer, Khedira & Co. gilt es dabei einiges gutzumachen.

Italien, immer wieder Italien - beim Gedanken an die Squadra Azzurra, die italienische Fußball-Nationalmannschaft, stellen sich bei den Fans des deutschen Nationalteams die Haare zu Berge. Schuld daran sind Namen wie Mario Balotelli, Alessandro del Piero oder Gianni Rivera.
Schmerzhaft sind die Erinnerungen an die beiden Tore von Balotelli im Halbfinale der EM 2012, mit denen er Klose, Neuer & Co. aus dem Turnier kickte. Del Piero versetzte ganz Deutschland bei der Heim-WM 2006 mit seinem Tor zum entscheidenden 2:0 im Halbfinale in Schockstarre. Unvergessen auch der Treffer zum 4:3 von Italiens Mittelfeld-Legende Gianni Rivera, damals im Jahrhundertspiel im WM-Halbfinale 1970 in der sengenden Hitze von Mexiko-Stadt. Kurz gesagt: Spielte Deutschland bei großen Turnieren gegen Italien, gab's für die Jungs in Schwarz und Weiß nichts zu holen. Noch nie konnte Deutschland bei einer EM oder WM gegen die Squadra Azzurra gewinnen.

Das wollen Jogis Jungs heute Abend im EM-Viertelfinale in Bordeaux ändern. Geht's nach dem früheren deutschen Bundestrainer Rudi Völler, stehen die Chancen gut für einen deutschen Halbfinaleinzug: "Ich glaube nicht, dass sich Deutschland davon beeindrucken lässt, dass die Italiener gegen Spanien im Achtelfinale gewonnen haben. Deutschland ist Weltmeister. Gegen uns will keiner gerne spielen - auch die Italiener nicht. Die fürchten eher Deutschland als umgekehrt", sagt er im TV-Interview.

Anders sieht das Italiens Torwart-Legende Dino Zoff. Der 74-Jährige sagt: "Deutschland hat diese Prise Überheblichkeit, die es uns auf dem Platz einfacher machen kann." Deutsche Teams würden oft mit der Überzeugung auf den Platz gehen, das Spiel schon gewonnen zu haben. "Wenn es psychologisch und taktisch so läuft, wird es interessant für uns", glaubt Zoff.