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EM-Kolumne: So sehe ich das: Keine Angst vor Portugal

EM-Kolumne: So sehe ich das : Keine Angst vor Portugal

Erst mal vorab: Ich denke, die deutsche Nationalmannschaft wird in den Spielen gegen Portugal und Ungarn die Punkte holen, um ins Achtelfinale zu kommen. Vor Portugal müssen wir uns am Samstag nicht verstecken – ich habe im Spiel gegen die Ungarn auf beiden Seiten nichts gesehen, was uns große Sorgen machen müsste.

Ich sehe auch das 0:1 gegen die Franzosen nicht so negativ: Frankreich hat sehr gut gespielt, wir haben uns gut verkauft, Wille und Einsatz stimmen – auch wenn noch viel Stückwerk dabei war. Auffällig war allerdings wieder, dass wir zu wenig Tiefe im Spiel haben. Ein großes Problem ist meiner Meinung nach, dass im Team ein klassischer Mittelstürmer fehlt. Wir haben nur Stürmer, die mit dem Gesicht zum Tor spielen. Wir bräuchten aber auch einen, der dem Spiel Tiefe geben kann, der an der Abseitsgrenze spielt und der keinen großen Anlauf braucht. Es geht auch darum, Mut zu haben, Dinge zu machen, die andere nicht machen. Ganz an der Spitze sehe ich das deutsche Team daher nicht – Italien, Frankreich oder auch Niederländer schätze ich etwas stärker ein.

Vom Europameister bis zum Kreisliga-Trainer: In unserer EM-Kolumne äußern sich verschiedene Fußball-Akteure zu aktuellen Themen rund ums Kontinentalturnier. Der Eifeler Ex-Torjäger Edgar „Euro-Eddy“ Schmitt (58) wechselte erst mit 28 Jahren von Eintracht Trier in die Bundesliga. Sein legendärstes Spiel machte er im Uefa-Cup-Rückspiel mit dem KSC gegen den spanischen Tabellenführer Valencia. Nach 1:3 im Hinspiel gewann der KSC mit 7:0 – Schmitt schoss vier Tore.