Abbruch in Wawern: Kammer hält sich bedeckt

Fußball : Abbruch in Wawern: Kammer hält sich bedeckt

Alemannia Trier erschien mit einem Rechtsanwalt zur Verhandlung und wehrte sich gegen den Vorwurf, das vorzeitige Ende des Fußball-Relegationsspiels verschuldet zu haben.

Josef Maximini, der Vorsitzende der Spruchkammer des Fußballkreises Trier-Saarburg, hält sich noch bedeckt, was die Entscheidung im Fall des am Samstag vor einer Woche beim Stande von 2:0 abgebrochenen B-/C-Liga-Relegationsspiels zwischen der SG Wawern/Kanzem und dem SV Alemannia Trier angeht: „Das Urteil ist noch nicht verkündet. Und solange wir es nicht den Vereinen zugestellt haben, kann ich damit auch nicht an die Öffentlichkeit gehen“, sagte Maximini nach der Verhandlung am Montagabend. Er  will nun „die Sache bis spätestens Donnerstag vom Tisch haben, damit auch die Spruchkammer dann in die Sommerpause gehen kann“.Der Alemannia wird vorgeworfen, den Abbruch durch eine ihr nahe stehende Person verursacht zu haben, indem es zu einer Tätlichkeit an Schiedsrichter Sami Rasani  gekommen sei. Darauf beendete  dieser die Partie bereits in der 40. Minute.

Das wiederum hätte eine Niederlage am Grünen Tisch und das definitive Ende aller Aufstiegshoffnungen zur Folge. Mit einem Rechtsanwalt war die Alemannia zur Sitzung in die Europäische Sportakademie gekommen, an der unter anderem  auch Schiri Rasani sowie verschiedene Zeugen aus dem Schiedsrichterlager teilnahmen. Vertreter der SG Wawern/Kanzem waren nicht geladen.

Phasenweise  heftig diskutiert wurde in der Sitzung, in welcher es der Alemannia-Fraktion nach TV-Informationen darum ging,  die Schuld am Spielabbruch von sich zu weisen und die angeblich unzureichende Anzahl an Ordnern von Wawern/Kanzemer Seite an den Pranger zu stellen.