Achtung, Abstiegsgefahr!

Mit der SG Wallenborn, der SG Lambertsberg und der SG Baustert müssen in der Fußball-Bezirksliga gleich drei Eifel-Vertreter um den Klassenerhalt bangen. Doch das Trio gibt sich kämpferisch.

Baustert/Wallenborn/Lambertsberg. Gesetzt den Fall, es gibt in der Fußball-Bezirksliga am Saisonende fünf Absteiger, müssten aktuell Baustert, Wallenborn und Lambertsberg in den sauren Apfel beißen.

SG Wallenborn: Dem Aufsteiger ist zur Mitte der bisherigen Vorrunde zeitweise ein wenig die Puste ausgegangen. "Uns fehlen vier Punkte, wir wären gerne mit 22 Zählern in die Pause gegangen", sagt Trainer Günter Mehles.

Vor allem die Niederlagen gegen Laufeld und Osburg ärgern den Übungsleiter. "Aber wir haben noch alles selber in der Hand, auch wenn es bis zum Ende schwer wird", sagt Mehles. Zumal zwei Stammkräfte für den Rest der Saison ausfallen. Sebastian Zunk (Kreuzband) und Benni Schmidt (Knorpelschaden) haben sich laut Mehles Knie-Operationen unterziehen müssen.

Im Winter sind wegen der Ausfälle ein bis zwei Neuzugänge geplant. "Spruchreif ist noch nichts", bemerkt Mehles, dem die bislang schon 46 kassierten Gegentore schwer im Magen liegen: "Wir haben einfach zu viele individuelle Fehler gemacht."

Optimistisch stimmt ihn, dass die Mannschaft in den jüngsten vier Partien wieder in die Spur gekommen ist (acht Punkte, jeweils Remis gegen die Topteams Großkampen und Bitburg). Top-Torjäger ist bislang Nachwuchskraft Sebastian Zimmer. Mehles lobt dessen Entwicklung, genauso wie die von Patrick Weis.

SG Lambertsberg: Zehn ihrer bislang erst 16 Punkte hat die SG Lambertsberg in den letzten fünf Spielen vor der Winterpause eingeheimst. Es scheint, als haben die Nordeifler den Abstiegskampf angenommen.

Anfangs lief es gar nicht rund. Erst der Schock im Sommer, als sich der etatmäßige Torhüter Dirk Aßmann eine schwere Kopfverletzung zuzog (er soll jetzt das Training wieder aufnehmen).

Auch die Ausfälle von Mark Antony (Kreuzbandriss, erlitten am zweiten Spieltag) und von Kapitän Achim Brandenburg zehrten an den Nerven der SG. "Wegen der ausbleibenden Erfolge wuchs die Verunsicherung", sagt Trainer Udo Jutz. Und der Frust nahm zu. Sechs Gelb-Rote Karten, zwei Mal glatt Rot — für Jutz ist das des Guten zu viel. "Unsere Disziplin war Thema in den Mannschaftssitzungen. Da müssen wir uns verbessern", sagt der im Sommer vom FC Bitburg gekommene Übungsleiter.

Seine Hoffnung: Nach der Winterpause soll das Team an die jüngsten Spiele anknüpfen. Seine Prognose: "Es wird bis zum Saisonende ein Kampf auf Biegen und Brechen."

SG Baustert: Roger Reiter ist nicht mehr Interimstrainer - er bleibt nach eigener Auskunft vorerst bis Saisonende als Nachfolger von Peter Zeimens beim Aufsteiger SG Baustert/Oberweis/Bettingen am Ruder. Ob er auch danach Übungsleiter bleibt, soll sich im März oder April entscheiden. Reiter stand zwischen 1995 und 1997 schon einmal auf der Bausterter Kommandobrücke.

Trotz der bislang mageren Bilanz (letzter Platz, acht Punkte, erst ein Sieg in 18 Spielen) will Reiter die Flinte nicht vorzeitig ins Korn werfen: "Im Team steckt mehr Potenzial, als es der Tabellenplatz vermuten lässt. In der Mannschaft gibt es mehrere junge Spieler, die man noch formen kann."

Sein Credo: Die Defensive stärken. "Die Mannschaft war taktisch falsch eingestellt. Im letzten Spiel vor der Winterpause haben wir trotz langer Unterzahl ein 0:0 gehalten. Das ist ein Zeichen." Zudem soll der Kader auf drei oder vier Positionen verstärkt und ergänzt werden. Zugesagt hat laut Reiter bereits Ramon Kolling (SG Kyllburg/Badem/Gindorf): "Er soll uns mit seiner Routine weiterhelfen und Impulse nach vorne setzen."

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