Alter Modus, neuer Termin

Die Endrunde der lukrativen Oddset-Rheinlandmeisterschaft der A-Liga-Meister wirft ihre Schatten voraus. Der Wettbewerb soll in diesem Jahr in der Phase der Saisonvorbereitung stattfinden. Der Sieger darf sich wieder einmal auf eine satte Geldprämie in Höhe von 1500 Euro freuen.

Koblenz/Wittlich. 1500 Euro sind als Siegprämie für einen kleinen Wettbewerb unter Kreisligisten eine ungewöhnlich hohe Summe. Sie steht demjenigen Klub zu, der diesmal die Oddset-A-Liga-Meisterschaft im Fußballverband Rheinland gewinnt. "Das Turnier ist bei den Vereinen in den vergangenen Jahren sehr gut angekommen. Auch die attraktive Geldprämie ist natürlich ohne Zweifel etwas Tolles und bewirkt eine hohe Attraktivität", erklärt Hans Christmann aus Kastellaun, dem als Vorsitzenden des Verbandsspielausschusses die Zuständigkeit für diesen noch jungen Wettbewerb obliegt.
Bereits zum dritten Mal nach 2010 und 2009 soll das Turnier in diesem Sommer ausgetragen werden. Neben den Prämien bleibt dabei auch der bisherige Modus unverändert. In einem Punkt hat Christmann allerdings eine Änderung vorgenommen: "Die Vereine hatten sich über die Terminierung des Wettbewerbs nach der Saison im Mai und Juni beklagt. Dieser Kritik haben wir uns nun angenommen und beschlossen, dass die Veranstaltung ab sofort in der heißen Phase der Saisonvorbereitung Ende Juli über die Bühne gehen soll."
Hans Drückes, der als Trainer der SG Auw II (Fußball-Spielkreis Eifel) im Jahr 2010 am Turnier teilnehmen durfte, hatte diese Neuerung ursprünglich angeleiert. Der Eifeler hatte den Termin in der Vorbereitungsphase angeregt, Christmann & Co. beim Verband in Koblenz konnten sich schnell damit anfreunden.
Für die künftigen Bezirksligisten ist der beliebte Wettbewerb damit relativ günstig platziert - er fällt zum einen in eine Zeit, in der ohnehin ständig Testspiele stattfinden würden, und er eignet sich zum anderen geradezu ideal zur Standortbestimmung. Die Vereine können dann bereits mit ihren Neuzugängen antreten.
Vom Werktag aufs Wochende


Umgesetzt werden soll darüber hinaus aber auch eine Verbesserungsidee von Peter Schuh, Trainer der SG Ockfen (Spielkreis Trier-Saarburg). Er hatte sich gewünscht, die Vorrundenturniere auf Bezirksebene künftig an einem Wochenende und nicht mehr wie bisher werktags stattfinden zu lassen. "Wir mussten voriges Jahr ein schweres Auswärtsspiel mittwochs in Ormont austragen. Das sind schlappe 100 Kilometer ab Trier und einfach zu viel für Spieler, die am nächsten Tag wieder arbeiten müssen", sagt Schuh. Auch seiner Anregung wurde beim Verband in Koblenz entsprochen. Turnierort ist in diesem Sommer beim A-Liga-Meister im Spielkreis Mosel, Turniertag ist Samstag, 23. Juli (siehe Hintergrund).
Mit den Neuerungen sind die Fußballer in den drei West-Kreisen Mosel, Eifel und Trier-Saarburg einverstanden. Trainer Kalle Gräfen, der im vergangenen Jahr mit der SG Laufeld auch bei der Endrunde mit von der Partie war, beglückwunscht schon einmal die diesjährigen Teilnehmer: "Das Turnier ist natürlich attraktiv. Besser kann eine Saisonvorbereitung nicht sein." Im Jahr 2010 hatte es die SG Laufeld beim Endturnier unter Gräfens Regie bis ins Finalspiel geschafft, unterlag dort aber der SG Bengen. Bei der Premiere im Jahr 2009 hatte der FSV Trier-Tarforst den Wettbewerb gegen die SG Ahrweiler/Bad Neuenahr gewonnen.
Als Initiator und Vater der A-Liga-Rheinlandmeisterschaft gilt der ehemalige Spielausschusschef Herbert Kommer aus Mayen, inzwischen Vizepräsident für Fußballentwicklung und Talentförderung.Die Oddset-A-Liga-Rheinlandmeisterschaft ist gewissermaßen die Champions-League der Kreisliga-Meister im Fußballverband Rheinland. Die Erstplatzierten der höchsten Ligen aus den Kreisen der Bezirke Ost, Mitte und West ermitteln dabei zunächst auf Bezirksebene ihre Besten. Im Bezirk West sollen dazu die A-Liga-Meister der Kreise Mosel, Eifel und Trier-Saarburg am Samstag, 23. Juli, im Rahmen einer einfachen Turnierrunde ihre Nummer eins ermitteln. Eine Woche später schließlich, am 30. Juli, darf dann der Sieger dieser Turnierrunde zur Endrunde fahren, die diesmal im Bezirk Ost stattfinden wird. Für die Vereine lohnt sich die Teilnahme: Insgesamt sind auch in diesem Jahr wieder 3000 Euro Preisgeld ausgelobt, davon gehen 1500 Euro an den A-Liga-Rheinlandmeister, 1000 Euro an den Zweitplatzierten und immerhin noch 500 Euro an den Dritten. L.S.