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Auch die Region Trier hat ihr Traumfinale

Auch die Region Trier hat ihr Traumfinale

Nicht nur in der Champions League, auch im Fußball-Rheinlandpokal gibt es ein Traumfinale. In einem reizvollen Duell stehen sich am 29. Mai Eintracht Trier (3:0-Halbfinalsieger in Rossbach) und der FSV Salmrohr (1:0 in Morbach) gegenüber.

Salmrohr/Trier. Dieses Endspiel hat es in sich: Endlich kommt es mal wieder zu einem Pflichtspiel zwischen den alten Rivalen Eintracht Trier und FSV Salmrohr. Am 29. Mai geht es nicht nur um den Gewinn des Rheinlandpokals, sondern auch um den Einzug in die erste DFB-Pokal-Runde, der eine sichere Einnahme von knapp 100 000 Euro mit sich bringt. "Für die Fußballfans in der Region ist es ein Traumfinale", sagen Eintracht-Vorstandssprecher Ernst Wilhelmi und der sportliche Leiter des FSV, Friedhelm Rach. Beide hoffen auf eine stattliche Zuschauerkulisse. Die Partie birgt emotionale Brisanz. Wilhelmi: "In Salmrohr spielen einige Ex-Trierer. In der Vergangenheit gab es zudem viele heiße Derbys. Etwa in den 1980er und 90er Jahren oder zuletzt auch in der Oberligasaison 2006/07."
Im Pokalhalbfinale hat sich Salmrohr mit 1:0 beim Rheinlandligisten SV Morbach durchgesetzt (Tor: Mathias Fischer, 30.). "Es war kein gutes Spiel, aber wir waren besser. Unser Sieg ist absolut verdient", urteilte FSV-Trainer Patrick Klyk. Trotz der Niederlage war Morbachs Trainer Bernd Schreiber stolz darauf, dass sein Team dem Gegner Paroli geboten hat: "Ich kann meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Wir haben mit einer disziplinierten Leistung dagegengehalten."
Eintracht Trier hat sich das Finalticket mit einem 3:0-Erfolg beim Oberligisten SV Rossbach/Verscheid gesichert. Alon Abelski (9.), Christoph Anton (38.) und Steven Lewerenz (90./+3) markierten die Treffer. Ein paar Mal konnte sich Triers Torwart An dreas Lengsfeld auszeichnen - vor allem, als er in der 45. Minute einen von Michael Dingels verschuldeten Foulelfmeter von Gordon Addai parierte. "Die Jungs haben einen guten Job gemacht, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen sind. Insgesamt war es ein hochverdienter Sieg", urteilte SVE-Trainer Roland Seitz.
Ausgetragen wird das Finale am 29. Mai. Sollte Trier in der Regionalliga die Aufstiegsrelegation erreichen, würde das Pokalendspiel auf den 5. Juni verlegt werden. Die Frage, wo gespielt wird, sollte gestern Abend bei einer Präsidiumssitzung des Fußballverbands beraten werden. Laut Jürgen Hörter, beim Verband zuständig für den Seniorenspielbetrieb, soll der Austragungsort in einem der drei regionalen Spielkreise (Mosel, Eifel oder Trier-Saarburg) liegen. Zuletzt wurde unter anderem Morbach als möglicher Finalort gehandelt. bl/sve
Statistiken der Halbfinalspiele: siehe linke Spalte