Aufbauhilfe für Ruanda

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unterstützt Ruanda seit beim Aufbau seiner Fußball-Infrastruktur. DFB-Trainer Alois Stroh aus Wittlich war bereits mehrmals vor Ort, um Lehrgänge anzubieten.

Kigali/Wittlich. Der Wittlich-Neuerburger Alois Stroh, Jugendbildungsreferent des Fußballverbandes Rheinland (FVR), ist zurück von seiner dritten "Ruanda-Mission des Fußballs" beim ruandischen Fußballverband Ferwafa. Obwohl schon einiges zur Routine wird, ist es für Alois Stroh immer ein besonderes Erlebnis. "Wenn wir von Michael Weiß, dem deutschen Technischen Direktor von Ferwafa empfangen werden, wenn die intensiven Vorbereitungsgespräche mit weiteren Verbands-Vorstandsmitgliedern und den Provinzkoordinatoren zum Abschluss gebracht werden und die offizielle Eröffnung der Lehrgänge durch den kompletten Verbandsvorstand mit Präsident Jean Bosco Kazura vorgenommen wird, dann zeigt das die Wertschätzung des dortigen Verbandes für unsere Mission."

45 Teilnehmer absolvierten die B-Lizenz-Lehrgänge erfolgreich, 90 Teilnehmer die Basislehrgänge, wobei es erstmals einen reinen Frauentrainer-Lehrgang gab. Für Alois Stroh ist die Ausbildung auf allen Ebenen nur der eine Teil seiner "Fußballmission". "Die von uns rübergebrachte sportliche Entwicklungshilfe ist eine hervorragende Investition, die den Menschen direkt zugute kommt. In einem der ärmsten Länder Afrikas, durch den Hass der ethnischen Gruppen seit Jahrzehnten gebeutelt, spielenKinder und Jugendliche wieder friedlich miteinander."

EXTRA

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Fußballverband Ruanda kooperieren seit 2007. Federführend für den DFB sind der Fußball- und Kulturverein und der Fußballverband Rheinland. Inhalte des Vertrages sind der Aufbau einer stufenweisen Trainerlizenz, der Aufbau einer Frauen-Nationalmannschaft, die Förderung von Jugend-Nationalmannschaften, die Sichtung von Talenten und der Aufbau von Jugendspielklassen. (ks)