Aufsteiger und Außenseiter mit großen Ambitionen

Aufsteiger und Außenseiter mit großen Ambitionen

Jede Liga hat vor dem Saisonstart das Etikett einer Wundertüte. Das gilt natürlich auch für die Fußball-Oberliga-Südwest und ganz besonders für das Auftaktspiel des Aufsteigers FSV Salmrohr gegen die SF Köllerbach (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz).

Salmrohr. "Als Aufsteiger bist du erst einmal Außenseiter und musst sehen, dass du deine Punkte holst", sagt FSV-Coach Robert Jung. "Das gilt in besonderem Maße für unsere Heimspiele." Das betont der erfahrene Trainerfuchs nicht von ungefähr. Seit Jung vor zwei Jahren ins Salmtal zurückgekehrt ist, hat seine Mannschaft nur ein Heimspiel verloren - in der vorletzten Saison mit 0:1 gegen Morbach. "Wir wollen da anknüpfen, wo wir aufgehört haben", sagt Jung. Die Bilanz der Aufstiegssaison auf eigenem Platz: 15 Siege, zwei Remis und 72:9 Tore. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass ein Heimsieg angepeilt wird. Gegen einen Gegner, der seinen Beitrag zum "Thema Wundertüte" leistet. Renommierte Trainer der Liga, wie Michael Dusek (Pirmasens) und Benkler (Hauenstein) zählen Köllerbach zu den Titelaspiranten. "Als ich sie beobachtet habe, konnten sie diese Vorschusslorbeeren nicht bestätigen", sagt Jung, schränkt aber auch ein: "Die Gegner waren kein Maßstab." Fest steht aber, dass die Saarländer einen schweren Verlust zu beklagen haben. Mit Julien Lücke fällt der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Gäste aus. Er hat sich in der Vorbereitung eine schwere Bänderverletzung zugezogen. Bleibt als Spielgestalter noch Dominik Groß. Als Vollstrecker ist immer noch Davit Bakhtadze der Mann, den es zu beachten gilt. Der Georgier, im letzten Jahr mit 22 Toren erneut Schützenkönig der Liga, hat sein Spiel altersbedingt umgestellt. Lange Sprints sind nicht mehr sein Ding, aber den Torriecher hat der 33-Jährige immer noch. Unabhängig von der Taktik des Gegners will Jung sein System durchbringen. "Wir spielen 4-2-3-1. Oberstes Ziel ist die Kontrolle über den Ball zu erlangen und daraus unser Spiel zu entwickeln. Wir haben spielerisch sicher die Qualität, in der Oberliga eine gute Rolle zu spielen. Kämpferisch werden wir aber mehr gefordert sein als in den beiden letzten Jahren." In Bestbesetzung kann Salmrohr allerdings nicht antreten. Markus Schottes hat seinen Kreuzbandriss noch nicht wieder auskuriert. Andreas Hesslein laboriert immer noch an einer Fersenverletzung und Tobias Baier an einer Zerrung. Daniel Schraps steht in der Startformation, David Wieber ist nach langer Verletzung im Kader. FSV Salmrohr (Startelf): Kieren - Meschak, Hohns, Kühne, Fischer - Förg, Schraps - Makiadi, Adrian, Bauer - Toppmöller

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