B-Ligist SG Mettendorf hält hinten dicht

SG Mettendorf/Utscheid mit Top-Abwehr : Wege sind kurz, Mentalität stimmt

Kreisliga B II: SG Mettendorf/Utscheid liegt dank sicherer Defensive aussichtsreich im Rennen.

Es ist die beste Zwischenplatzierung seit langem: Die Spielgemeinschaft Mettendorf/Utscheid geht als Tabellenzweiter hinter Ligaprimus SV Speicher mit einigem Optimismus in die Rückrunde. Derweil hat Trainer-Urgestein Peter Löw für ein weiteres Jahr zugesagt.

Im bisherigen Saisonverlauf gab die extrem stabile Defensivabteilung der Vereinigten aus Mettendorf und Utscheid den meisten Offensivreihen der Gegner Rätsel auf: In 13 Spielen ließ das Abwehrgefüge des aktuellen Tabellenzweiten gerade einmal sechs Gegentore zu. Trainer Peter Löw findet plausible Erklärungen: „Die gesamte Mannschaft hat die Taktik verinnerlicht, die Kommunikationswege sind kurz und die Mentalität ausgezeichnet.“ Der erfahrene Coach, der den damals noch eigenständigen FC Mettendorf in der Saison 1987/88 erstmals in der A-Klasse betreute, hebt nicht gerne einzelne Spieler hervor, doch an drei Namen kommt auch er nicht vorbei. „Die beiden Innenverteidiger Aaron Dankwah und Simon Becker sowie unser Torwart Oliver Fuchs stehen extrem gut, machen eine vorbildliche Arbeit und es den Gegnern schwer mit dem Toreschießen.“

Dankwah (25, früher Profi in der zweiten Schweizer und der ersten ungarischen Liga) ist erfahren, clever und zweikampfstark, Becker brutal kopfballstark und Fuchs ein starker Rückhalt zwischen den Pfosten. Auch das Mittelfeld arbeitet kompakt gegen den Ball und verdichtet mit hohem Laufpensum die zweitletzte Linie vor der eigentlichen Abwehr. „Andreas Ewen ist als Kapitän die gute Seele und übernimmt eine Vorbildfunktion. Er hält als Sechser den Laden zusammen, ist mit 32 Jahren schon sehr erfahren.“ Unter normalen Umständen arbeitet auch Christoph Scheer als Rechtsverteidiger im Defensivverbund, doch der ist wegen Leistenproblemen derzeit außen vor.

Die Marschroute für Löw ist klar: „Defensiv wollen wir weiter gut stehen, doch mit Benedikt Bernarding (ging zum Bezirksligisten Ruwertal, d. Red.) fehlt uns ein offensiver Mittelfeldspieler. Wir müssen sein Fehlen jetzt auf mehrere Schultern verteilen.“ Auch der erst im Sommer von Eintracht Trier gekommene Benedict Masselter steht wegen seines Studiums in Augsburg nur in den Semesterferien zur Verfügung. Einer, der die Lücke schließen könnte, wäre Riad Malkic. Doch der im Winter vom Trier-Saarburger B-Ligisten SSG Kernscheid in die Eifel gewechselte Stürmer hat sich nach zwei Trainingseinheiten verletzt und fällt bis auf weiteres aus. „Riad hat sehr gute Anlagen“, sagt Löw über den in Trier studierenden und jetzt in Mettendorf lebenden Malkic.

Löw, der einst die SG Badem/Kyllburg/Gindorf von der A-Klasse bis in die Rheinlandliga geführt hat, ist ein Trainer, der auch die ambitionierten Ziele beim Namen nennt: „Wir wollen Platz zwei halten und sind in der Lage, jeden Gegner der Liga zu schlagen. Ich denke aber, dass Speicher es mit seiner Top-Offensive schaffen wird. Die ersten drei werden das Rennen unter sich ausmachen. Doch wir müssen uns noch mehr ins Zeug legen.“

Ob Löw nach so vielen Jahren mit dem Aufstieg der Coup gelingt? Zuletzt war die SG noch unter Günter Bretz und Manfred Fuchs eifelweit erstklassig (2006/07). Ein klares Signal kam jetzt vom Trainer. Der Coach hat sich mit den Verantwortlichen bereits jetzt über ein weiteres Jahr als Übungsleiter verständigt. Die Weichen sind also gestellt. So oder so.