Bergfest in den Kreisligen

In der A-Liga steht Ockfen ganz oben. Die SG Ruwertal/Kasel wurde in der B-Liga Mosel/Hochwald ihrer Favoritenrolle gerecht und holte sich die "kleine Krone" mit einem satten Acht-Punkte-Vorsprung.

Trier-Saarburg. (b) Für eine Überraschung sorgte hingegen die SG Temmels/Wellen/Nittel, die vor der Saison keiner der Ligakonkurrenten so richtig auf der Rechnung hatte. Mit einem Punkt Vorsprung auf den Favoriten FC Könen behauptet sich die Mannschaft von Jörg Kloß an der Spitze der B-Liga Trier/Saar. Ihren Willen zum Ligawechsel haben auch die C-Liga-Teams aus Lorscheid, Tawern und Butzweiler zum Ausdruck gebracht. Alle drei Mannschaften haben sich mit ihrer offensiven Spielweise an die Ligaspitze geschossen.

Während in der B-Liga Mosel/Hochwald alles nach einem Start-Ziel-Sieg der SG Ruwertal/Kasel aussieht, ist sowohl in der B-Liga Trier/Saar als auch in der A-Liga noch mit einer spannenden zweiten Saisonhälfte zu rechnen. Bereits am kommenden Wochenende steigt das Gipfeltreffen in der A-Liga zwischen den beiden als Favoriten gehandelten Vereinen aus Ockfen und Sirzenich. Während die SG Ockfen/Schoden/Irsch das Hinspiel mit 2:1 für sich entscheiden konnten erwartet Sirzenich-Trainer Patrick Zöllner am Sonntag die Revanche. "Mit derzeit drei Punkten Rückstand sind wir auf einen Sieg angewiesen", gibt Zöllner die Richtung vor. Sein Fazit nach 13 Spieltagen deutet noch auf Lücken hin, vor allem in der Defensivarbeit und Trainingsbeteiligung. In der SG Ockfen, die seit Jahren den Ligawechsel anstrebt, sieht Zöllner den härtesten Konkurrenten: "Die Mannschaft ist spielerisch gewachsen, was sie in den letzten Spielen gezeigt hat."

Die Mannschaft von Schoden-Trainer Peter Schuh hat von den zurückliegenden 13 Spielen nur ein Spiel verloren. Von daher fällt auch die Zwischenbilanz des Stützpunkttrainers sehr zufrieden aus, "obgleich einige enge Spiele darunter waren." Das Manko, das es für ihn in der nächsten Zeit noch zu verbessern gilt, ist die Chancenverwertung. Verbesserungen im Vergleich zu den Vorjahren erkennt er vor allem in der Defensivarbeit. Für das Spitzenspiel am Sonntag ist sein Team gerüstet. "Wir wissen um die Schwere der Aufgabe und bereiten uns gewissenhaft auf die Begegnung vor. Sirzenich stellt das erfahrenere Team. Unsere jungen Burschen freuen sich jedoch auf die Begegnung und fiebern dieser Herausforderung förmlich entgegen." Beim Stütztraining in Konz, wo Patrick Zöllner kürzlich bei seinem Trainerkollegen Peter Schuh hospitieren durfte, waren sich beide in einer Sache einig: "Wir steigen in diesem Jahr beide auf." Offen bleibt lediglich noch, wer den schriftlichen Antrag einreicht", schmunzelt Patrick Zöllner.

Gregor Steffes vom SV Fell fühlt sich derweil in der Rolle des Verfolgers recht wohl und ist mit dem Abschneiden seiner Mannschaft zufrieden. "Am Ende schauen wir dann, zu was es gereicht hat."

Erste Anzeichen vom Abstiegskampf



Ähnlich wie im Titelrennen sieht es auch im Kampf um den Klassenerhalt aus. Zwar sind auch hier längst noch nicht alle Weichen gestellt, doch mit dem SV Trier-Irsch, der SG Euren/West und dem SV Morscheid zählen drei Mannschaften zu den potenziellen Kandidaten. Das breite Mittelfeld der Liga wird momentan vom SV Tawern angeführt, dessen Distanz zum Tabellenelften SG Zerf jedoch nur fünf Zähler beträgt. Das fairste Team der Kreisliga A stellt zur Halbzeit die SG Saarburg, die als einzige Mannschaft bis dato noch keinen Platzverweis erhielt.