Betze bebt wie in den besten Zeiten

Betze bebt wie in den besten Zeiten

Durch einen Treffer des Österreichers "Jimmy" Hoffer in letzter Sekunde hat der 1. FC Kaiserslautern seinen ersten Sieg in der Rückrunde der Fußball-Bundesliga gefeiert. Beim 2:1 (1:1) über den SC Freiburg hatte Adam Nemec die Gäste durch ein Eigentor in Führung gebracht (21.), ehe er selbst zehn Minuten später für den Ausgleich sorgte.

Kaiserslautern. (jüb) "Das war wieder das alte Betze-Feeling, auf das wir so lange warten mussten. Wir haben bis zum Schluss an den Sieg geglaubt und alles dafür gegeben." Der gebürtige Kaiserslauterer Matthias Abel, der die "Roten Teufel" nach den plötzlichen Ausfällen von Torjäger Srdjan Lakic (Fußprellung) und Torwart Tobias Sippel (Grippe) zum ersten Mal in einem Pflichtspiel als Kapitän aufs Feld führte, war überwältigt von der grandiosen Stimmung der 41 015 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion nach dem Schlusspfiff. Eine letzte Hereingabe von Florian Dick hatte Hoffer aus wenigen Metern mit dem rechten Fuß in die Maschen gedroschen. Das war der finale Schlusspunkt einer Partie, die schon vor dem Anpfiff mit speziellen Geschichten aufwartete.

"Meine Nummer eins ist wohl etwas zu schnell Aufzug gefahren, ihm war schwindelig", kommentierte FCK-Trainer Marco Kurz den Ausfall von Stammkeeper Tobias Sippel, der mit starken Grippesymptomen passen musste. Zuschauen musste auch Torjäger Srdjan Lakic, mit einer Prellung. Stattdessen schrieben Lakis Ersatzleute Nemec und Hoffer die Fußnoten der Partie. Eine knappe Stunde vor dem Anpfiff erst erfuhr der 20-jährige Sippel-Ersatz Kevin Trapp von seinem Bundesliga-Debüt.

"Es war zwar Glück, dass das Siegtor mit dem Schlusspfiff fiel, aber unser Erfolg war nicht glücklich. Er war hoch verdient. Das war endlich der Lohn dafür, dass wir immer an uns geglaubt haben und uns in den vergangenen Spielen nicht haben verrückt machen lassen", bilanzierte Mittelfeldspieler Christian Tiffert.

Hektische Schlussphase



Hektisch war es vor allem in der Schlussphase der Partie, in der Freiburgs Schussmann Oliver Baumann mehrfach einen Treffer der Gastgeber verhinderte. Mit nun 28 Punkten haben die Roten Teufel vorerst die Abstiegsränge verlassen. Den glücklichen Moment genoss vor allem seine Mannschaft. "Das war eine super Sekunde für mich und das ganze Team. Ich bin so froh, dass ich der Mannschaft in diesem wichtigen Spiel helfen konnte", bilanzierte der Siegtorschütze Hoffer, der zugab, dass "mir alle Steine, die es gibt, von der Brust gefallen sind."

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