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| 15:47 Uhr

Traditionsverein ist wieder da
Bloß nicht provozieren lassen!

Trier. Der SV Alemannia 2013 Trier feiert erfolgreiches Comeback – Team überwintert auf Platz zwei in der D-Klasse - Mitgliederzahlen wachsen.

Nach Insolvenz und sportlichem Rückzug startete der Sportverein Alemannia 2013 Trier im Sommer ein sportliches Comeback in der Kreisliga D – und ist auf einem vielversprechenden Weg. Der neue Vorsitzende Dennis Peters legt den Fokus nicht nur auf den sportlichen Bereich. Er will vielmehr auch die in der Vergangenheit oft negative Außendarstellung des Vereins aufpolieren.

Dennis Peters blickt nicht so gerne auf die Vergangenheit zurück, sondern beschäftigt sich lieber mit den Perspektiven. Seitdem der sechsfache Familienvater die Alemannia nach den Neuwahlen im Frühsommer als Vorsitzender übernommen hat, hat sich einiges bewegt. Am 13. Mai waren 17 Personen dabei, als es darum ging, den Verein zu neuem Leben zu erwecken. „Wir wollen den Findungsprozess weiter fortsetzen und den Verein wachsen sehen. Derzeit stehen 50 Leute auf der Mitgliederliste, Tendenz steigend. Die Türen sollen auch in Zukunft für jeden offen stehen“, sagt Peters. Dabei geht es nicht nur um Spieler, sondern auch um Leute, die Vorstandsaufgaben wahrnehmen sollen. Denn die Belastung ist laut Peters enorm: „Es ist nicht immer einfach, die Balance als Vorsitzender und Spieler zu finden. Ich musste hier viele Stunden aufbringen, um den Verein dahin zu führen, wo er jetzt wieder steht. Das geht nur über eine funktionierende Gemeinschaft.“

"Negativ-Image hinter uns lassen"

Gemeinsam mit dem Zweiten Vorsitzenden Herbert Behr, Geschäftsführer Christian Weyand und Kassenwart Rainer Peters hat der SVA-Chef offenbar eine gesunde Grundlage geschaffen, um in Zukunft nicht nur strukturell, sondern auch im sportlichen Bereich die Ziele erfüllen zu können. „Es gab und gibt viel Arbeit im organisatorischen Bereich, wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit dem Sportamt der Stadt Trier. Der Kunstrasenplatz auf dem Gelände des Moselstadions ist super. Wir haben ein eigenes Vereinshäuschen mit Kabinentrakt und Verkaufsstand. Die Zuschauerzahlen geben uns Recht, mit Beharrlichkeit und der wieder gewonnenen Disziplin das Negativ-Image des Vereins endlich hinter uns zu lassen.“

Altersschnitt soll gesenkt werden

Das Image aufzupolieren, sei bereits gelungen, sagt Peters. Es ist sein großes Anliegen des Inhabers einer Transport-, Abbruch- und Container-Firma, einige schwierige Charaktere dafür zu sensibilisieren, sich auf und neben dem Spielfeld nicht provozieren zu lassen. Trainer ist Sven Simon, früher unter anderem in Diensten des FSV Trier-Tarforst, des SV Mehring und des SV Leiwen-Köwerich. „Sven bringt jede Menge Seriosität, aber auch viel Spaß in die Trainingsarbeit ein. Er ist Trainer mit Herz und Seele. Manchmal muss man ihn etwas bremsen, dass er nicht zu viel von seinen Spielern verlangt. Das Training ist schon professionell geworden“, so Peters. Mit Hans-Peter Behr hat Simon einen einst gefürchteten Oberliga-Torjäger (FSV Salmrohr, VfL Trier) in seinen Reihen. Die Schulz-Brüder sind weitere Leistungsträger für den SVA: Daniel steht im Tor, Bruder Dennis organisiert die Abwehr und der von der TSG Biewer zurückgekehrte Mike Schulz ist als Torjäger eine Bank. Auch Dennis Peters selbst schnürt die Fußballschuhe noch, möchte sich aber über kurz oder lang aus dem aktiven Spielbetrieb zurückziehen. „Der Altersdurchschnitt ist mit 33 Jahren schon hoch, wir wollen schrittweise einen Verjüngungsprozess einleiten. Jetzt haben wir im Altersbereich zwischen 18 und 22 Jahren schon ein paar jüngere Spieler dabei. Die Resonanz ist positiv.“

Spiel in Föhren war der Knackpunkt

Peters, der laut eigener Aussage die Altschulden der früheren Alemannia beglichen und danach sämtliche sportrechtlichen Hürden genommen hat, sieht die sportliche Entwicklung ebenfalls positiv: Der derzeitige zweite Platz in der Kreisliga D Trier/Eifel sei gut, aber noch ausbaufähig. Knackpunkt war die Partie am 10. September in Föhren, als das Team zur Pause 0:2 zurücklag, es Peters nach emotionaler Kabinenpredigt aber gelungen ist, seine Mannschaft noch auf die Siegerstraße zu führen (3:2). Danach blieb die Alemannia zehn Spiele lang ungeschlagen, hat lediglich bei der SSG Mariahof II verloren. „Die D-Liga ist bei weitem nicht so schlecht. Wenn wir es dieses Jahr mit dem Aufstieg nicht schaffen, dann eben im nächsten Jahr. Mittelfristig wollen wir weiter nach oben, und vielleicht auch eine zweite Mannschaft melden“, so Peters. Die Zuschauerentwicklung sei positiv: So sehen zwischen 100 und 180 Zuschauer die Spiele der Alemannia, auch auswärts fahren viele mit. Der Verein, so betont der Vorsitzende abschließend, habe zu 95 Prozent ein positives Feedback von der Stadt Trier bekommen. Ein Aufstieg in die C-Klasse würde dem Neustart des SV Alemannia zu einem nachhaltigen Schub verhelfen. (L.S.).