Brisantes Derby im Salmtal

Wie schön Harry Kochs 40. Geburtstag wird, wird nicht unwesentlich vom Ausgang des Spiels zwischen dem SV Dörbach und der SG Udler abhängen. Beide Teams stehen sich am Samstag im Abstiegsduell gegenüber.

Trier. (wir) Der Trainer der Salmtaler, Harry Koch, "rundet" am Sonntag, am Tag zuvor stehen seine Schützlinge in einem der sogenannten "Sechs-Punkte-Spiele" gegen die Eifel-SG aus Udler auf dem Prüfstand. Beide Teams sind von Verletzungsproblemen regelrecht gebeutelt. Bei Udler schon fast traurige Normalität, bei Dörbach fällt mal wieder der komplette Sturm mit Michael Blang (Blutvergiftung) und Patrick Noske, der sich einer Leisten-OP unterziehen muss, und auch noch Eric Wolff (Knieprobleme) aus. "Es werden elf Mann auf dem Platz stehen und die müssen zeigen, was sie draufhaben", sagt Koch mit einem Schuss Fatalismus. "Unser Ziel ist ein Remis", sagt Udlers Trainer Jörg Stölben, "damit wir den Abstand zu den Dörbachern halten."

Nach dem Sieg gegen eben diese Dörbacher hat die SG Badem/Kyllburg/Gindorf Morgenluft gewittert, hat nach insgesamt drei Spielen ohne Niederlage den Anschluss geschafft und hofft auf mehr. "Mindestens ein Unentschieden" will Trainer Wolfgang Neumann aus Malberg mitbringen, und fügt hinzu: "Vielleicht wird es ja sogar ein Dreier."

Bereits am heutigen Freitag eröffnet Mehring den Spieltag gegen Burgbrohl. "Von den nächsten vier Spielen tragen wir drei zu Hause aus", sagt Übungsleiter Rudi Thömmes, "das sind gute Gelegenheiten, Boden gutzumachen."

Die heimischen Teams aus dem oberen Tabellendrittel drücken dem SV Morbach die Daumen, der bei Spitzenreiter Bad Breisig antritt. Trainer Sascha Meeth nimmt den Druck von seinem Team: "Wir wollen beweisen, dass wir dort bestehen können. Mehr zu erwarten, wäre in unserer Situation vermessen." Damit spielt er auf viele Verletzte an. Dranbleiben ist das Motto für den FSV Salmrohr, der in Neitersen antritt und nach Angaben von Trainer Jung "bis zur Winterpause nicht weiter an Boden verlieren" will. Gleiches gilt für Eintracht Trier, die gegen Lahnstein auf dem Kunstrasen im Moselstadion nach der Niederlage in Mülheim schon fast zum Siegen verdammt sind. Die SG Zell/Bullay-Alf, mit einem Punkt auf fremden Plätzen das auswärtsschwächste Team der Liga, wird in Karbach die Chance suchen, dieses Manko ad acta zu legen. "Solange wir auswärts nichts ändern, werden wir uns in der Tabelle auch nicht relevant verbessern können", so Trainer Jörg Bach.