Der erste Coach muss gehen

Die noch junge Saison hat ihre erste Trainer-Demission. A-Liga-Schlusslicht SG Lünebach/Pronsfeld trennt sich mit sofortiger Wirkung von seinem langjährigen Trainer Heribert Reiffers. Während die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren läuft, haben Kapitän Christian Peters und Routinier Roger Henkes das Training übernommen.

Pronsfeld/Lünebach. Die SG Lünebach/Pronsfeld hat Trainer Heribert Reiffers mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. So reagierte die Vereinsführung auf die sportliche Talfahrt seit Saisonbeginn. Die Lünebach-Pronsfelder waren nach vier Spielen ohne Punkt und mit einer negativen Torbilanz von 0:14 katastrophal in die neue Saison gestartet.
"Der Vorstand hat sich bis zuletzt ausnahmslos vor den Trainer gestellt, und auch wegen seiner großen Verdienste für die SG ist uns die Entscheidung nicht leichtgefallen", werden die Vorsitzenden Bettina Korres und Richard Kill auf der Internetseite des Vereins zitiert.
Unterdessen läuft die Suche nach Reiffers\' Nachfolger auf vollen Touren. Bis ein neuer Trainer, der möglichst schnell vorgestellt werden soll, gefunden ist, leiten Kapitän Christian Peters und Routinier Roger Henkes das Training, um die Mannschaft auf die Partie gegen Wallenborn vorzubereiten. Peters: "Das ist sehr schade, dass es so weit gekommen ist. Doch wir waren an einem Punkt angekommen, wo der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreicht und es zu Verschleißerscheinungen kommt", erläutert Peters, auch zweiter Vorsitzender des Vereins, die Entscheidung. "Mit dem Trainer trifft es immer den Falschen. Heribert Reiffers war für die SG ein super Trainer, der immer hundert Prozent gab."
Reiffers hatte im Januar 2006 den damals abstiegsbedrohten B-Ligisten übernommen und zum sicheren Klassenverbleib geführt. In den nachfolgenden Jahren formte er eine spielstarke und hungrige Mannschaft, die in der Saison 2007/2008 den Aufstieg in die Kreisliga A feierte.
Die Spielzeit 2010/2011 beendete der Verein unter Lehrmeister Reiffers mit einem hervorragenden dritten Platz und dem damit besten Ergebnis der Vereinsgeschichte. "Für seinen unermüdlichen Einsatz und seine Verdienste für unsere SG bedanken wir uns recht herzlich bei Heri und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute", hieß es von Vorstandsseite.
Reiffers war besonders nach der 0:5-Heimschlappe gegen Mitkonkurrent Nattenheim in die interne Kritik geraten.
Doch dürften auch die Abgänge hochkarätiger Leistungsträger für die sportliche Talfahrt mitverantwortlich sein.