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Der harte Kampf um Geld und Zuschauer

Der harte Kampf um Geld und Zuschauer

Die Oberliga soll attraktiver werden. Dafür gibt es für die Tabellenzweiten ab kommender Saison eine Aufstiegsrunde, in der sie sich für einen weiteren Platz in der Regionalliga qualifizieren können. Das soll auch den sinkenden Zuschauerzahlen entgegenwirken.

Salmrohr. Die vier besten Mannschaften der abgelaufenen Oberligasaison, ausgenommen Aufsteiger Zweibrücken, trafen sich am Wochenende im Salmtalstadion. Der Oddset-Oberliga-Cup diente allen vier Teams als Generalprobe für die am Freitag startende neue Spielzeit. In einem engen Finale setzte sich am Ende der SC Hauenstein im Elfmeterschießen mit 8:7 über Gastgeber Salmrohr durch (der TV berichtete).
Im Anschluss an das Auftaktturnier gaben die Verantwortlichen des Regionalverbands Südwest eine Eröffnungspressekonferenz zur Oberligasaison 2013/2014. Als erste Neuerung gab Hans-Peter Drewitz, Vorsitzender des Regionalverbands, bekannt, dass der Oddset-Oberliga-Cup vorerst zum letzten Mal ausgetragen wurde. Der Ligasponsor Oddset stellt ab sofort seine finanzielle Unterstützung in der Oberliga ein. Damit fällt auch bei den Vereinen eine hohe Summe an Geld weg. Walter Desch, Präsident des Fußballverbands Rheinland, deutete unterdessen aber an, dass die Lottogesellschaften eventuell zu Kompensationszahlungen an die Vereine bereit seien.
Zudem spülen die sinkenden Zuschauerzahlen bei den Oberligaspielen immer weniger Geld in die oft klammen Kassen der Vereine. In der vergangenen Saison sank der Besucherschnitt erneut, gerade einmal 230 Menschen kamen im Schnitt zu einer Oberligapartie. Ziel der Oberligafunktionäre ist es also, die Liga für alle Zuschauer attraktiver zu machen. Zum einen soll das durch solche Veranstaltungen wie den Oberliga-Cup gelingen, der mit knapp 100 Zuschauern jedoch auch nur mäßig besucht war.
Zum anderen kommt es in der kommenden Spielzeit zu einer wichtigen Neuerung: Ab sofort findet für den Tabellenzweiten eine Aufstiegsrunde statt, in der sich der Vizemeister für den Aufstieg in die Regionalliga qualifizieren kann. Nach dem letzten Spieltag der neuen Saison spielt also der Zweitplatzierte der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar mit den Vizemeistern der Oberligen Hessen und Baden-Württemberg eine Dreierrunde um einen zusätzlichen Aufstiegsplatz. "Dabei steht jedem Verein ein Heimspiel zu", berichtet Drewitz. "Es wird also ein Hin- und Rückspiel geben, bei dem bei Ergebnisgleichheit ein Elfmeterschießen entscheiden wird." Gerechtigkeit sowie Chancengleichheit ständen hier besonders im Fokus.
Die neue Regelung hat natürlich Auswirkungen auf die unteren Klassen. Auch in den Verbandsligen wird es eine Aufstiegsrunde der Zweitplatzierten geben, die sich dort für einen weiteren Oberligaplatz qualifizieren können.
Für mehr Spannung in der Liga wird diese neue Regelung in jedem Fall sorgen, denn nun ist der zweite Tabellenplatz kein direktes Ausschlusskriterium mehr für den Aufstieg in die Regionalliga. Für den FSV Salmrohr, Zweiter der vergangenen Saison, kommt diese Neuerung aber erst einmal ein Jahr zu spät.