Der Trierer Jung ist jetzt ein Saarländer

Der Trierer Jung ist jetzt ein Saarländer

Der Trierer Paul Linz ist neuer Trainer von Fußball-Oberligist Borussia Neunkirchen. Am Samstag unterschrieb der Fußball-Lehrer einen Vertrag bis Rundenende beim Tabellenelften der Oberliga Südwest.

Neunkirchen. (zen) "Wir wollen das Borussen-Schiff wieder auf Kurs bringen", sagte Martin Bach, der Leiter des Spielausschusses des Fußball-Oberligisten Borussia Neunkirchen am Samstagmittag. Bei einer Pressekonferenz des saarländischen Traditionsvereins stellte der neu formierte Vorstand den ehemaligen Zweitliga-Trainer Paul Linz als Nachfolger des am Donnerstag entlassenen Kurt Knoll vor.

"Der neue Vorstand hat mit mir noch keinen Kontakt aufgenommen", sagte nicht Linz, sondern der Sportkoordinator der Borussia, Yilmaz Örtülü, nach der Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen hauptamtlichen Trainers. Dort war Örtülü nicht anwesend, obwohl er laut Martin Bach, dem Leiter des Spielausschusses, "weiter im Amt" ist. Von der Entlassung Knolls und der Verpflichtung von Linz erfuhr der 30-Jährige nach eigenen Angaben dank eines Anrufs von Knoll und aus der Zeitung: "Beides wurde nicht mit mir abgesprochen."

Mit Paul Linz hat der neue Vorstand gesprochen. Und sich mit ihm auf so etwas wie einen Zwei-Jahres-Plan geeinigt: "Wir wollen in ein bis zwei Jahren aufsteigen. Ich komme nicht hierher, um in der Oberliga um Platz fünf zu spielen", sagte der Trierer bei seiner Vorstellung und begründet seine Entscheidung, an Bord des Borussen-Schiffs zu kommen, mit den Worten: "Wir können hier noch viel erreichen. Im Moment ist der Verein ziemlich weit unten, und da kann man vieles gut machen."

Zumindest besser machen als Vorgänger Knoll, der die Mannschaft als Tabellen-Elfter der Oberliga Südwest an Linz übergibt: "Ich habe die Mannschaft ein paar Mal gesehen und glaube, dass sie vom Potenzial her ein paar Punkte mehr haben könnte", sagte Linz, der zunächst bis Rundenende unterschrieben hat. Die liegen gelassenen Punkte will der gebürtige Trierer schnellstmöglich wieder aufholen: "Wenn wir unser Nachholspiel gegen Auersmacher gewinnen, sind es noch neun Punkte Rückstand auf Platz eins. Unser Ziel ist es, gut aus der Pause zu kommen und eine kleine Serie hinzulegen. Im Fußball ist alles möglich", weiß der 233-malige Zweitligaspieler, der vor kurzem seinen 55. Geburtstag feierte. Aber: "Wenn wir alle Spiele in der Rückrunde gewinnen, dann steigen wir auf. Aber in dieser Saison vom Aufstieg zu sprechen, wäre Blödsinn."