Die Aufsteiger trumpfen auf

Ein Aufsteiger hat es von Haus aus schwer. Das Primärziel Klassenerhalt steht traditionell an erster Stelle der von Vorstand und Trainern formulierten Agenda. Doch eine Trendwende ist zu erkennen.

Bitburg/Daun/Prüm. In der Kreisliga A sind die Neulinge nicht nur Beiwerk, sondern geben teilweise sogar den Ton an. Die SG Auw II ist sogar Herbstmeister! Vor allem die "Big-Points" gingen in die Schneifel, und mit 41 Treffern schossen sie sich eindrucksvoll an die Spitze. Trainer Hans Drückes formuliert die ungewohnte Situation so: "Die Mannschaft besitzt eine gewisse Qualität und hat sich weiterentwickelt. Der Kader war auch weitestgehend von schweren Verletzungen verschont. Natürlich hat auch der Erfolg der Bezirksligamannschaft zum Schwung der Zweiten beigetragen."

Die Impulse gingen von den Perspektivspielern aus



Doch Drückes sieht sich nicht als Titelfavorit: "Wenn wir unter die ersten vier kommen, ist das ein Riesenerfolg. Die Liga ist ja noch so dicht beisammen - sechs, sieben Teams können es machen." Auch Oberweis hat mit Platz vier eine erstaunliche Entwicklung genommen. Sie besitzt Führungspersönlichkeiten, viele Torschützen und eine gut funktionierende Defensive. Wenn es nach Trainer Zeimens geht, geht die SG "BOB" unter den ersten sechs über die Ziellinie. Dritter im Bunde ist der SV Neunkirchen, der zu Beginn der Saison viel Lehrgeld zahlen musste, aber jetzt eine erstaunliche Konstanz aufweist. Platz neun im Klassement ist der Lohn für die beharrliche Arbeit von Trainer Michael Häb.

In der Kreisliga B I macht vor allem der SV Gerolstein von sich reden. Die Elf von Trainer Harry Baier ist Zweiter und nur einen Punkt vom Liga-Primus aus Berndorf entfernt. Mit gestandenen Spielern haben sie ihre Spiele gegen Berndorf, Watzerath und Wallersheim gewonnen. Die punktgenaue Fitness in den entscheidenden Spielen könnte zum Saisonende vielleicht von unschätzbarem Vorteil sein. Zudem winkt bei weiterer Konstanz der Relegationsplatz.

Nicht alle Aufsteiger sind vom Abstiegskampf befreit



Die beiden anderen Neulinge kämpfen um die Ligazugehörigkeit. Sowohl der SC Bleialf als Elfter als auch die SG Winterspelt als 13. und Vorletzter sollten es schwer haben, die Liga zu halten. Doch zuzutrauen ist es ihnen dennoch. Zumindest Bleialf sollte in der Lage sein, auch im kommenden Jahr dabei zu sein - denn mit 15 Punkten beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge bereits fünf Zähler. Die Kreisliga B II hält mit dem Stahler SC einen weiteren Überflieger bereit. Die Elf von Trainer Rüdiger Otte rangiert nach Halbzeit auf dem dritten Platz und hat genug Substanz, auch in der Rückrunde oben dabeizubleiben. Der zweite Aufsteiger vom SV Bollendorf spielt eine grundsolide Saison, geriet nie in ernsthafte Abstiegsgefahr und wird aller Voraussicht nach auch im nächsten Jahr dabei sein. Die Mannschaft von Trainer Norbert Röthig spielt einen technisch guten Fußball und rangiert auf Platz sieben.