Die Aussichten bessern sich

Nach dem Trainerwechsel im Hochwald stellt sich auch der Erfolg wieder ein. Fünf Punkte in fünf Spielen ist der Anfang. Der nächste Dreier soll am Sonntag im Kellerduell gegen die SG Osburg/Thomm folgen.

Gusenburg. Nachdem die SG Gusenburg/Grimburg im Vorjahr den drohenden Abstieg gerade nochmal abwenden konnte, hatten sich die Verantwortlichen vor der laufenden Spielzeit so manches auf die Agenda geschrieben. Mit starken Neuzugängen aus der eigenen Jugend und einem modernen Spielsystem mit Viererkette sollte ein einstelliger Tabellenplatz möglich sein. "Nur nicht wieder in den Abstiegsstrudel", lauteten die Vorgaben. Doch es kam anders. Die Realität holte die Spielgemeinschaft aus dem Hochwald schnell ein. "Nach dem Auftaktsieg gegen den FC Schöndorf kam nichts mehr", sagt der Vorsitzende des SV Gusenburg, Frank Ludigs. Das Stürmerduo Stefan Engel und Manuel Lorscheider konnte nicht mehr an ihre Trefferquoten der Vorjahre anknüpfen. Verletzungen sorgten immer wieder für Personalsorgen und auch im Spielsystem haperte es.
"Ein richtiger Spielfluss kam nicht zustande, weil Spieler zu oft auf neuen Positionen spielten. Unsicherheit macht sich breit und hinzu kam noch ein konditionelles Defizit", meint Thomas Kuhn, der vor sechs Wochen Steffen Hessler als Trainer abgelöst hat. "Wir haben uns einvernehmlich und im Guten getrennt", sagt Ludigs, aber nach den beiden Niederlagen (1:6 im Heimspiel gegen den Hermeskeil SV und der 8:0-Klatsche in Issel) musste etwas passieren." In Thomas Kuhn sieht der SG Vorstand den richtigen Nachfolger. Kuhn kennt Mannschaft und Umfeld bestens, und auch die Spieler sind mit dieser Wahl sehr zufrieden. "Es ist zwar mein erster Job als Trainer, aber ich musste nicht lange überlegen. Die Aufgabe reizt und nun schauen wir mal, was geht." Was auf keinen Fall geht, ist die Viererkette. "Die Jungs sind nicht dafür. Ich habe gleich von Anfang an auf Libero umgestellt und das funktioniert auch besser." Der Erfolg gibt dem 44-jährigen Gusenburger recht. Die zurückliegenden fünf Spiele bescherten seinem Verein fünf Punkte: Ein Sieg, zwei Remis und zwei Niederlagen. "Und die waren sogar noch vermeidbar", so Kuhn.
Baustelle Ausdauer


Mit verstärktem Konditionstraining ist Kuhn ins Training eingestiegen: "Das Spiel hat 90 Minuten, und so lange müssen die Jungs fit und konzentriert sein. Wir sind aber auf gutem Weg, was auch die Spielzüge zeigen, und spielen ja schließlich nicht in der Bundesliga", meint der Bauleiter der Firma Max Düpre. Ein Rückschlag für die Mannschaft ist auch die Verletzung von Björn Kronenberger im Spiel gegen den TuS Reinsfeld. "An dieser Stelle wünschen wir ihm alles Gute und schnelle Genesung", so Kuhn, der in seinen Anfängen beim SV Braunshausen und Rot-Weiß Hasborn spielte, bevor es ihn in den Hochwaldort Gusenburg verschlug.
Seine aktive Zeit in der SG Gusenburg endete 1999. Seit dieser Zeit ist er aber wie Frank Ludigs in der AH immer noch aktiv. "Er war zwar nie der Schnellste, glänzte aber immer durch sein gutes Passspiel und seine Schussstärke", beschreibt ihn sein Vorsitzender. "Und Frank hatte hinter mir immer gut aufgeräumt und seine Rolle als klassischer Sechser perfekt gemacht", ergänzt Thomas Kuhn. Die Chemie zwischen den beiden stimmt auch heute noch!