1. Sport
  2. Fußball
  3. Regional

Die Roten Teufel auf der Suche nach sich selbst

Die Roten Teufel auf der Suche nach sich selbst

Der 1. FC Kaiserslautern hat die angestrebten drei Punkte im ersten Heimspiel der neuen Saison verpasst. Beim 1:1 (0:1) gegen Bundesliga-Neuling FC Augsburg liefen die Pfälzer lange dem Führungstreffer der Gäste durch Sascha Mölders (9.) hinterher.

Kaiserslautern. Ist das Glas jetzt halb leer oder halb voll? Nach einer schlechten ersten Halbzeit, in der die Hausherren leicht hätten höher zurückliegen können, steigerte sich der runderneuerte FCK im zweiten Durchgang noch erheblich. So wurde zumindest die Heimniederlage gegen den Aufsteiger vermieden. Die Kritik der Fans nach den ersten 45 Minuten sei berechtigt gewesen, räumte der neue FCK-Mannschaftskapitän Christian Tiffert angesichts der Pfiffe von den Rängen zur Halbzeit eins.
Die Roten Teufel begannen mit den Neuzugängen Olcay Sahan, Richard Sukuta-Pasu und Itay Shechter in der Stammformation. Schon nach neun Minuten waren alle gute Vorsätze der Hausherren über den Haufen geworfen. Nach einem bösen Schnitzer von Innenverteidiger Rodnei, der den Ball unbedrängt verlor, war Augsburgs einzige echte Spitze, Neuzugang Sascha Mölders, zur Stelle und erzielte aus wenigen Metern mit einem schönen Schlenzer in den Winkel das 1:0.
Dieses frühe Gegentor wirkte wie lähmend auf die Angriffsaktionen der Roten Teufel, die völlig verunsichert waren und auf die Manndeckung gegen Spielmacher Christian Tiffert keine Antwort wussten. "Da waren wir zu mutlos, haben die Initiative nicht genügend ergriffen. Aber wir sind noch in der Phase, uns zu finden, und das werden wir auch", sah FCK-Trainer Marco Kurz das Manko seiner Mannschaft.
Nach dem Wiederanpfiff kam der FCK mit Schwung zurück, aber erst nach einer Stunde häuften sich die Chancen für die Gastgeber. Bei Schüssen von Shechter, Sahan und des eingewechselten Kouemaha zeigte FCA-Keeper Simon Jentzsch jedoch seine Extraklasse. "Ich weiß, dass meine Zeit allmählich zu Ende geht, aber im Moment ist es wie ein Traum für mich, noch einmal Bundesliga zu spielen. Ich genieße jede Sekunde", war der 1,98-Meter-Mann mit seiner persönlichen Leistung, aber auch mit dem Ergebnis zufrieden: "Ich denke, dass wir uns über das 1:1 nicht beklagen dürfen."
Beim FCK zeigte der hoch gelobte israelische Nationalstürmer Itay Shechter, dass er das Potenzial hat, den nach Wolfsburg abgewanderten Torjäger Srdjan Lakic zu ersetzen.
"Er ist schnell, dribbelstark, wendig und kann 1:1-Situationen sehr gut lösen", charakterisierte Innenverteidiger Mathias Abel den neuen Stürmer, der nach 80 Minuten mit einem platzierten Flachschuss für den Endstand gesorgt hatte. jüb