Die Vereine stecken die Köpfe zusammen

Die Vereine stecken die Köpfe zusammen

Früh ist auch in der Rheinlandliga die Winterpause angebrochen. Wann sie zu Ende ist, wird erst bei der Ligatagung Anfang Februar entschieden. Der TV nimmt die Vereine der Region und ihre Aktivitäten zum Jahresende unter die Lupe.

Hektik ist angesichts des Zeitplans für die Rheinlandliga nicht angebracht. Weder für die Vorbereitung noch was die Nachbesserung des Kaders angeht. Erst recht nicht in der "Upper Class" der Liga, bei den Teams, die sich in den Top sieben platziert haben. Dort wird jetzt pausiert, dann werden Köpfe zusammengesteckt, eventuell personell einiges in Bewegung gebracht, und im neuen Jahr geht's dann weiter - irgendwann.

Ganz oben in der Liga thront der FSV Salmrohr, der von allen Konkurrenten schon vor dem Start auf den Favoritenschild gehoben wurde und diese Vorschusslorbeeren auch bestätigt hat. "Mit diesem Vorsprung hatten wir nicht gerechnet", sagt der sportliche Leiter Friedhelm Rach, der trotz des kleinen Kaders daher keinen Bedarf sieht, personell nachzulegen. "Wir sind davon überzeugt, mit dem vorhandenen Personal durchzukommen."

Auf der Torhüterposition muss der SV Morbach etwas tun, nachdem Michael Rauls den SVM in Richtung seines Heimatvereins Dhron verlassen hat. "Ansonsten sehen wir keinen Bedarf", sagt Trainer Thorsten Haubst, der nach acht Spielen ohne Niederlage auf Rang zwei geklettert ist und im Pokal unter den letzten 16 steht.

Die Hunsrücker haben die Philosophie Haubsts, der das Team im letzten Winter übernahm, inzwischen umgesetzt. Morbach spielt einen laufintensiven, attraktiven und offensiv ausgerichteten Fußball. Haubst zweifelt nicht daran, das ausgegebene Saisonziel (50 Punkte plus X) bei 34 Zählern zur Halbzeit zu erreichen.

Auf Rang fünf hat sich der FSV Trier-Tarforst eingenistet. Der Aufsteiger kam erst über die Relegation in die Liga, hatte quasi keine Sommerpause und schloss die Vorrunde dennoch ohne größeren Durchhänger ab. "Wir liegen sicher über dem Soll, und mit dem Erreichten muss ich sehr zufrieden sein", sagt Erfolgstrainer und Ex-Bundesliga-Profi Dirk Fengler. Die Mannschaft habe sich schneller als erwartet in der neuen Liga etabliert und vor allem zwischenzeitliche Rückschläge sehr gut weggesteckt. Der befürchtete Einbruch blieb aus, und Fengler und seine Truppe bleiben erfolgshungrig. "Wir werden wohl personell noch nachlegen", sagt der Trainer, "die Transfers sind aber noch nicht spruchreif."

Auf den ersten Blick ist der sechste Rang des SV Mehring vielleicht etwas weniger als erwartet, auch Trainer Wolfgang Hoor sagt: "Sechs bis acht Punkte mehr hätten es sein können." Er liefert die Begründung aber gleich nach: "Diese Punkte haben uns die Verletzungen von Christian Mai und Andreas Weber gekostet." Nach der Winterpause will Mehring noch einmal angreifen. Mit dem dann genesenen Markus Kuhnen, mit Rückkehrer Andreas Kaufmann (Schweich) und Torhüter Christian Wilger (Pellingen).

Zu den positiven Überraschungen zählt auch der Siebte, die SG Kyllburg/Badem/Gindorf. "Mit dieser Platzierung haben wir nicht gerechnet", gibt Trainer Wolfgang Neumann freimütig zu. Er macht eine ganz besondere Rechnung auf: "Saisonübergreifend haben wir innerhalb eines Jahres 50 Punkte geholt." Vor allem dank der exorbitanten Heimstärke. 22 Zähler sind gleichauf mit Salmrohr Liga-Rekord. In der Rückrunde wird auch Alexander Berscheid wieder mit von der Partie sein. Neues Personal ist bei den Eifelern nicht eingeplant.