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Disziplin im privaten und sportlichen Leben

Disziplin im privaten und sportlichen Leben

In unserer Reihe "Das Spielführerporträt" geht es heute um den Kapitän des A-Ligisten SG Pronsfeld/Lünebach, Christian Peters. Dieser stand dem TV Rede und Antwort.

Pronsfeld. Christian Peters ist ein Urgestein des Pronsfeld-Lünebacher Fußballs. Bereits seit der E-Jugend kickt Peters für den Verein. Der Spielführer ist in seiner aktiven Spielzeit mit Pronsfeld-Lünebach zweimal ab- und viermal aufgestiegen.
"Die Funktion des Kapitäns ist für mich auch außerhalb des Platzes wichtig. Hier geht es um das Zusammenspiel zwischen Trainer, Team und Verein, das funktionieren muss, um erfolgreichen Vereinsfußball zu bieten", sagt Peters, dem auch das "Danach" wichtig ist. "Dass die Leute auch nach dem Training bleiben oder auch mal eine Niederlage gemeinsam aufgearbeitet wird, zähle ich zu den wichtigsten Eigenschaften einer gut funktionierenden Mannschaft. Kameradschaft steht mit an erster Stelle."
Peters ist nicht nur eine Gallionsfigur auf dem Platz, sondern auch zweiter Vorsitzender beim SSV Pronsfeld. "Ich kümmere mich hier um den sportlichen Bereich und die Vorbereitung der Mannschaft auf ein Spiel. Bei drei Mannschaften und 60 aktiven Fußballern ist das nicht immer einfach. Auch Spielabsagen gehören dazu", sagt Peters, der mit 34 Jahren keinen Vereinswechsel mehr plant.
Angesprochen auf die Zielstellung in dieser Restsaison sagt der Kapitän, dass "wir noch einen Sieg brauchen für den sicheren Klassenerhalt. Ich bin optimistisch, dass wir das schaffen. Die A-Klasse ist für unsere SG das Maximum - wir wollen uns langfristig dort etablieren."
Bereits mit zwei Kreuzbandrissen gehandicapt, ist sich Peters sicher, dass er "weiterhin verletzungsfrei bleiben muss, um mein Ziel, noch eine Saison dranzuhängen" erreichen zu können. "Kommen genügend Nachwuchsspieler nach oben, ist es denkbar, dass ich nur noch sporadisch spiele. Doch Spaß macht es immer noch, und der steht bei uns im Vordergrund."
Sein Lebensmotto, "Disziplin und Engagement im privaten und sportlichen Leben zu zeigen", gilt auch für den Fußball. "Mit Disziplin und Einsatzbereitschaft kannst du andere Dinge, die dir nicht so liegen, immer ausgleichen."
Der B-Liga-Aufstieg 1999 mit dem SSV Pronsfeld und der Aufstieg in die A-Klasse 2007 zählen für den Bauleiter einer Bitburger Firma zu den größten Erfolgen. In jungen Jahren habe er im Mittelfeld gespielt, jetzt - im gesetzteren Alter - agiert er oft als Libero, fühlt sich aber im zentralen Mittelfeld am wohlsten.
Von Peter Lauer, Werner Ludgen und Heribert Reiffers lernte der in Prüm geborene und in Pronsfeld lebende Hobby-Snowboarder am meisten. "Jeder hatte was Besonderes an sich. Heribert Reiffers ist zum Beispiel ein guter Motivator", sagt Peters. L.S.