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DJK Auw feiert 50. Jubiläum mit echtem Sahnehäubchen: Rund 1000 Zuschauer sehen die Uwe-Seeler-Traditions-Mannschaft

DJK Auw feiert 50. Jubiläum mit echtem Sahnehäubchen: Rund 1000 Zuschauer sehen die Uwe-Seeler-Traditions-Mannschaft

Die DJK Auw bei Prüm hat allen Besuchern anlässlich ihres 50. Jubiläums ein besonderes Ereignis geschenkt: die Uwe-Seeler-Traditions-Mannschaft war in der Eifel zu Gast. Stars wie Guido Buchwald, David Odonkor, Frank Mill oder Uwe Bein demonstrierten ihre alte Klasse und gewannen mit 4:1.

Den Helden von früher einmal ganz nah sein. Dieser Traum ging für 964 Zuschauer an einem regnerischen Samstag bei der 50-Jahr-Feier der DJK Auw bei Prüm in Erfüllung. Die jungen Zaungäste versuchten vor allem, ein Selfie mit Sommermärchen-Teilnehmer David Odonkor zu ergattern. Die Älteren gingen auf Autogrammjagd bei den Weltmeistern Guido Buchwald oder Frank Mill. Rudolf Kessler, Vorstandsvorsitzender der DJK, sagte: "Hinter uns liegt ein langer Weg, an dessen Ende eine gelungene Veranstaltung steht. Vor allem von Uwe Seeler sind wir beeindruckt, der sich nahbar den Menschen präsentiert."

Die ehemaligen Bundesliga-Profis bewiesen dem Publikum indes, dass sie trotz Karriereende nichts verlernt haben. Der frühere Bochumer Dariusz Wosz versenkte zunächst einen Distanzschuss aus 25 Meter zum 1:0 (25.), ehe der Ex-Lauterer Marco Reich per gekonntem Heber das 2:0 markierte (31.). Aber auch die Gastgeber spielten munter mit und brachten die Traditions-Abwehr einige Male ins Wanken. "Es war ein gutes Fußballspiel von älteren Herren", feixte Buchwald nach Abpfiff und Uwe Bein, ebenfalls Weltmeister von 1990, bestätigte: "Es ist immer schöner für uns und die Zuschauer, wenn der Gegner mitspielt und uns fordert."

Im zweiten Durchgang erhöhten der einstige polnische Nationalspieler Andrzej Rudy (47.) und Odonkor (73.) auf 4:0. Fünf Minuten vor Spielende sorgte dann Jochen Tautges für den verdienten Ehrentreffer der Eifeler. Zunächst sprintete er der gegnerischen Abwehr davon und brachte anschließend den Ball mit Übersicht im Tor von Markus Pröll (u.a. Eintracht Frankfurt) unter (85.). Nach der Partie sagte der Schütze: "Natürlich freut mich der Treffer, vor allem weil ich mich im Laufduell gegen Buchwald durchgesetzt habe."

Eifel Allstars: Robert Juchems, Dirk Bormann, Waldemar Friesen, Manfred Backes, Thorsten Schmitz, Sven Henkes, Werner Heinzen, Manuel Leuther, Jochen Tautges, Manfred Wirtz, Alexander Friesen, Guido Diederichs, Jürgen Frauenkron, Udo Backes, Thomas Bell, Ralf Leuwer, Frank Arimond. Uwe-Seeler-Traditionself: Markus Pröll, Thomas Riedl, Uwe Bein, Frank Mill, Guido Buchwald, David Odonkor, Dariusz Wosz, Silvio Meißner, Peter Peschel, Uwe Diether, Marco Reich, Andrzej Rudy, Matthias Herget, Christian Schreier.

INTERVIEW
TV: Moin, Moin Herr Seeler, Ihre Traditionsmannschaft ist ja deutschlandweit bekannt für ihre Gastauftritte. Wie viel Prozent sind bei den Duellen Ernst und wie viel Prozent sind Spaß?
Uwe Seeler: Der Ernst kommt dadurch, dass man immer gewinnen möchte. Ansonsten würde ich sagen, dass es zu über 90 Prozent Spaß ist. Es ist kein Kampfspiel, sondern eher ein unterhaltsames Ding, bei dem wir aber froh sind, wenn wir vom Gegner gefordert werden.

TV: Trübt das heutige regnerische Wetter denn Ihre Stimmung oder kann man positiv sagen, dass der Geist von Fritz Walter über dem Spiel wacht?
Seeler: Wir nehmen es immer, wie es kommt. Das Wetter kann man sich nicht aussuchen, auch wenn die kalte Luft den Gelenken mancher älterer Spieler in meiner Mannschaft sicherlich nicht gut bekommt *lacht*.

TV: Ist es eigentlich Ihr erster Besuch in der Region oder waren Sie früher schon einmal hier?
Seeler: Ich war vor etlichen Jahren schon mal zu Besuch. Ich habe bei der jetzigen Anfahrt die Zeit genutzt, um mir die traumhafte Landschaft anzuschauen. Mit Sonnenschein wäre sie vermutlich noch toller.

TV: Zum Schluss muss ich Sie noch fragen, welche Prognose sie Ihrem HSV für die kommende Saison stellen?
Seeler: Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Fragen sie mich nach dem vierten Spieltag noch einmal. Allerdings wünsche ich mir eine ruhigere Saison als zuletzt - allein meinem Herz zuliebe.