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Dörbach verschenkt den Sieg

Dörbach verschenkt den Sieg

Es hätte ein Befreiungsschlag werden können, ja sogar müssen. Doch beim 2:2 (0:0) des SV Dörbach gegen die punktgleiche Spvgg. Burgbrohl verspielten die Salmtaler zunächst eine 2:0-Führung und hatten am Ende sogar noch Glück, dass sie wenigstens einen Punkt retten konnten.

Dörbach. Das Kellerduell hatte das erwartet schwache Niveau. Über allen Bemühungen, die beiden Teams nicht abzusprechen waren, stand das Motto: "Angst essen Seele auf." Obwohl Dörbachs Coach Harry Koch seinen Mannen vor und auch permanent während des Spiels die Anweisung gab, flach zu spielen, gab es nur selten solche Bälle zu sehen. Und wenn, dann landeten sie fast immer beim Gegner.

Im ersten Abschnitt registrierten die knapp 100 Besucher nur zwei Chancen. Die erste, einen wuchtigen Drehschuss von Jason Born (29.), wehrte Michael Berg im Tor der Gäste mit einem Reflex ab. Fast mit dem Halbzeitpfiff flog ein Schuss von Daniel Kläs über den gegnerischen Kasten.

Dann schien die Partie binnen drei Minuten entschieden. Zunächst traf Born (54.) nach der besten Kombination des gesamten Spiels nach Vorarbeit von Michael Blang und Mike Gaugler, und dann Daniel Kläs (57.) zum ersten Mal überhaupt in der Rheinlandliga auf Zuspiel von Johannes Baden. Die Gäste ließen die Köpfe hängen. Es musste "nur noch" dieses Resultat über die Zeit gebracht werden. Aber wer zehn Akteure des 20er-Kaders auf der Verletztenliste stehen hat, dem fehlt es an Alternativen. Und so nahm das Unheil seinen Lauf.

Es begann mit einem Eckball, bei dem die Dörbacher Abwehr - wie meist bei Standards - total verunsichert wirkte. Mit einem Kopfballwischer markierte Jörg Jenke das 1:2 (60.). Vier Minuten später holte Florian Schröder Stefan Krämer von den Beinen, der den fälligen Strafstoß selbst unhaltbar verwandelte.

Danach ging es drunter und drüber. Schiedsrichter Condné übersah ein Handspiel von Daniel Kläs und zeigte auch bei einem Foul von Christoph Thies nicht auf den Punkt. Johannes Krebs und Maximilian Bläsius schlugen Bälle für den schon geschlagenen Torwart Sascha Maxheim kurz vor der Linie weg. Die beste Möglichkeit für Dörbach hatte Blang, der aber stark bedrängt nur das Außennetz traf. "Wir haben es dem Gegner leicht gemacht", urteilte Koch, "wir hatten sie am Boden und haben ihnen dann beim Aufstehen geholfen".