Eifeler im Endspiel-Fieber

In der heute beginnenden Zweitliga-Relegation entscheidet sich, ob der VfL Osnabrück oder der SC Paderborn nächste Saison im Fußball-Unterhaus spielen darf. Mit dabei im brisanten Derby: der Eifeler Andreas Schäfer.

Strohn/Osnabrück. (bl) In der vergangenen Saison zog Fußball-Zweitligist VfL Osnabrück mit einem 3:0-Erfolg gegen Kickers Offenbach am letzten Spieltag den Kopf noch aus der Schlinge. Diesmal gelang das nicht — die "Lila-Weißen" müssen als Tabellen-16. in die Relegation. Im Duell mit dem Drittliga-Dritten SC Paderborn kämpft der VfL um den Verbleib in der zweiten Liga. Heute (20.30 Uhr) ist das Hinspiel in Paderborn, am Montag (15.30 Uhr) das Rückspiel in Osnabrück. Zwei Spiele, in denen die Akteure unter großem Druck stehen.

Einer von ihnen ist Andreas Schäfer, Linksverteidiger des VfL Osnabrück. Der 26-Jährige aus Strohn (Vulkaneifel-Kreis) gibt sich optimistisch: "Unser Vorteil ist, dass wir uns in der zweiten Liga mit stärkeren Gegnern messen mussten als Paderborn in Liga drei. Wir sind ein höheres Spieltempo gewöhnt."

Doch was geschieht, wenn es mit dem Klassenerhalt nicht klappt? "Darüber habe ich mir bislang keine Gedanken gemacht. Mein jetziger Vertrag gilt jedenfalls nicht für die dritte Liga", sagt Schäfer, dessen Kontrakt beim VfL noch bis Sommer 2010 läuft.

In der Relegation muss der VfL wegen Verletzung auf seine Stützen Pierre de Wit und Paul Thomik verzichten. Zudem muss die Enttäuschung des letzten Spieltags aus den Köpfen, als die Konkurrenz für den VfL spielte, die Niedersachsen in Duisburg aber mit 1:4 verloren. "Dass die Fans frustriert reagiert haben, ist klar. Aber jetzt werden sie uns wieder zu 100 Prozent unterstützen", sagt Schäfer, der wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers die Winter-Vorbereitung sausen lassen musste, in der gesamten Saison aber nur ein Spiel verpasste.

Zur Vorbereitung zieht sich die Mannschaft ins Hotel Klosterpforte in Marienfeld zurück. Schäfers Hoffnung für das heutige Auftakt-Spiel: "Optimal wäre ein Sieg. Aber ein Remis mit mindestens einem Tor für uns wäre auch gut."