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Ein Pechvogel und das Folgeproblem

Ein Pechvogel und das Folgeproblem

Er bleibt der Unglücksrabe bei Fußball-Regionalligist Eintracht Trier: Offensivtalent Christoph Anton hat sich im Training verletzt und fällt wohl mindestens sechs bis sieben Wochen aus. Auch sonst ist ordentlich Bewegung im Kader.

Trier. Passiert ist es bei einem Torschuss, als sein Gegner einen Tick zu spät kam und Christoph Anton am linken Knöchel erwischte. "Ich habe direkt gemerkt, dass etwas kaputt ist", berichtet der 21-jährige Aufsteiger bei Eintracht Trier. Eine Untersuchung bestätigte seine Befürchtung. Das Außen- und das Innenband sind stark beschädigt, vielleicht sogar gerissen. Gewissheit über das genaue Ausmaß der Verletzung soll eine Kernspin-Untersuchung am Freitag bringen. Dann zeigt sich auch, ob das Syndesmoseband in Mitleidenschaft gezogen worden ist. "Ich werde wohl mindestens sechs bis sieben Wochen ausfallen", sagt Anton, der in seiner jungen Karriere schon mehrfach Rückschläge wegen Verletzungen verkraften musste. Der Offensivspieler ist traurig, er gibt sich aber auch kämpferisch: "Ich lasse mich nicht unterkriegen."
Mit dem Ausfall von Anton verringern sich die Alternativen in der SVE-Offensive weiter. Schon seit Wochen sucht der Club einen zusätzlichen Stürmer, nun fällt mit Anton ein wichtiger Baustein im Angriff aus. Mit Chhunly Pagenburg, Markus Fuchs und Burak Sözen stehen nur drei gelernte Stürmer im Kader. Derzeit im Training befindet sich Kevin Wölk, ein 27-jähriger Mittelfeldspieler, der vereinslos ist und bis zum Sommer bei Darmstadt 98 unter Vertrag stand. Er fühlt sich nach eigener Aussage in der Mittelfeld-Zentrale am wohlsten. Ob er ein Kandidat für eine Verpflichtung ist, bleibt offen. Eine Sturmspitze ist er nicht.
Nägel mit Köpfen hat Trier in der Defensive gemacht. Thomas Konrad (22), ebenfalls seit Sommer ohne Club und zuvor seit der C-Jugend in Diensten des Karlsruher SC, hat einen Vertrag bis Saisonende unterschrieben. Er ist Innenverteidiger, hat aber auch schon rechts hinten und auf der "Sechs" gespielt. Für den KSC absolvierte er 55 Regionalliga- und vier Zweitliga-Partien.
Erneut verletzt ist Neuzugang Narciso Lubasa, kurz nach einem ausgeheilten Muskelfaserriss. Er hat sich im linken Knie eine Innenbandblessur zugezogen. Pause: rund zwei Wochen.
Nicht mehr im Kader des SVE steht der luxemburgische Abwehrspieler Pit Hess. Seitens der Eintracht hatte es in den vergangenen Wochen stets geheißen, er habe muskuläre Probleme. Das entspricht offenbar nicht der Wahrheit, wie die gestrige Pressemitteilung des Vereins nahelegt. Dort ist von einer "Erkrankung im persönlichen Bereich des 20-Jährigen" die Rede, die dazu geführt habe, dass der Spieler um eine Vertragsauflösung gebeten hat. Hess wechselt zum 1. Januar zum luxemburgischen Erstligisten UN Käerjeng. bl