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Eine Durststrecke und ein fehlender Dribbelkünstler

Eine Durststrecke und ein fehlender Dribbelkünstler

Elf Spiele hat der 1. FC Kaiserslautern noch Zeit, um den Relegationsplatz in der Bundesliga zu verlassen. Am Samstag soll vor heimischem Publikum gegen den Hamburger SV der nächste Schritt folgen.

(red) Es war eines jener Spiele, von denen die "Roten Teufel" in diesem Jahr einige bestritten haben. 1:0 führte der Aufsteiger beim Traditionsverein Hamburger SV im Vorrundenspiel. Er stellte lange Zeit das bessere Team mit den besseren Chancen. Am Ende aber hieß es 1:2, die Punkte blieben in der Hansestadt. Am Samstag (15.30 Uhr Fritz-Walter-Stadion) soll endlich verhindert werden, was Spielmacher Christian Tiffert nach dem 0:3 bei Hannover 96 drastisch formulierte: "Gegen uns muss man ja gar nicht mal gut spielen, man gewinnt trotzdem."

Der geniale Passgeber der Pfälzer musste in dieser Woche zwei Tage pausieren. Ein Magen- und Darminfekt hatte ihn erwischt. Mittlerweile hat "Tiffi" das Training wieder aufgenommen und es sieht nach einem Einsatz des Führungsspielers gegen die Hanseaten aus. Die erwartet Trainer Marco Kurz als eine "Spitzenmannschaft mit enorm hohen Qualitäten. Über die Außenbahnen sind sie äußerst effektiv, und in der Spitze haben sie mit Petric oder van Nistelrooy Spieler mit hoher Durchschlagskraft." Kurz hat jedoch schon mehr als einmal betont, dass "unsere Leute Bundesliga-Spieler sein wollen. Dann müssen sie das auch nachweisen." Ausfallen wird definitiv der fünffache Saison-Torschütze Ivo Ilicevic. Beim 4:2-Erfolg Kroatiens über Tschechien vor zwei Wochen zog sich der dribbelstarke Flügelflitzer eine Knieblessur zu, an der er seitdem laboriert.

Nach sechs Spielen in der Rückrunde, in der die Lauterer immer noch sieglos sind, hat sich an der Arbeitsweise im internen Kern nichts geändert: Ruhe bewahren, Fehler analysieren und möglichst abstellen.

Für die Partie gegen den mit vielen Stars gespickten HSV erwarten die Gastgeber etwa 45 000 Zuschauer. Auf erfolgreichere Zeiten hofft Top-Torjäger Srdjan Lakic (bisher elf Treffer), der seit der Bekanntgabe seines Wechsels im Sommer zum VfL Wolfsburg nicht mehr traf.