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Einmal Jugendleiter, immer Jugendleiter

Einmal Jugendleiter, immer Jugendleiter

Stellvertretend für alle Ehrenamtler zeichnet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in jedem Spielkreis Mitarbeiter für ihr Engagement aus. Aktueller Preisträger im Kreis Trier-Saarburg ist Stefan Schmieder (FSV Trier-Tarforst).

Trier. Damals ging alles ganz schnell. Kurz nachdem er als 20-Jähriger beim FSV Trier-Tarfost als Spieler angeheuert hatte, war er auch schon in Amt und Würden. "Ich wurde als Trainer der F-Jugend ins kalte Wasser geworfen. Wenig später wurde ich als Jugendleiter gewählt", erinnert sich Stefan Schmieder.
Der Fußball-Jugendabteilung steht der Familienvater noch immer vor. In all den Jahren war viel Aufbauarbeit zu leisten. Damals hatte der FSV eine Handvoll Jugendteams, heute sind es 18.
Schmieder trainiert derzeit die B-Jugend-Bezirksligamannschaft. Als Coach ist er an vielen Wochenenden unterwegs. Organisationsaufgaben für den Trainings- und Spielbetrieb oder die angebotenen Fußball-Camps werden häufig am Abend erledigt.
Der heute 37-Jährige hat den Vorteil, sein Ehrenamt zumindest in manchen Fällen mit dem Hauptamt verbinden zu können. "Nach meiner Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann arbeite ich seit 2002 als Sportwart im Sportzentrum des FSV", sagt Schmieder, den die DFB-Auszeichnung stolz macht. "Sie ist eine Bestätigung für die Arbeit." Mit der Ehrung verbunden ist die einjährige Aufnahme in den DFB-Ehrenamtsclub. Die Bonbons: freier Eintritt zu einem Heimspiel der Nationalelf sowie eine Einladung zum Spiel der deutschen Auswahl im August gegen Argentinien in Frankfurt mit Übernachtung. Außerdem werden die Preisträger Ende April zu einem "Dankeschön-Wochenende" nach Edenkoben eingeladen. "Das ist ein tolles Programm", sagt Schmieder, der sich aber auch Gedanken machen muss: "An dem April-Wochenende hat die B-Jugend ein wichtiges Spiel gegen Nittel. Wir sind derzeit Zweiter, Nittel Dritter. Mal sehen, wie ich das unter einen Hut bekomme." bl