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Eintracht II mit 1:8-Klatsche gegen Titelaspiranten

Eintracht II mit 1:8-Klatsche gegen Titelaspiranten

Wer noch nicht wusste, wie groß der Leistungsunterschied zwischen einem Titelanwärter und einer Mannschaft ist, die gegen den Abstieg kämpft, ist nach dem Duell zwischen Trier und Homburg schlauer. Die U 23 der Eintracht war gegen das Spitzenteam aus dem Saarland ohne den Hauch einer Chance und unterlag mit 1:8 (1:4).

Trainer Christian Mergens hatte schon vor dem Anpfiff geahnt, was auf ihn und seine Schützlinge zukam, nämlich "die derzeit wohl spielstärkste Mannschaft der Liga". Nach dem Schlusspfiff konnte er nur konstatierten: "Ich habe mit meiner Meinung leider recht behalten." Die Homburger, eine erfahrene und mit Topspielern gespickte Mannschaft, war den Gastgebern in allen Belangen überlegen. Und das machten sie auch von Beginn an deutlich.

Schon der erste konsequent vorgetragene Angriff mit einem Pass in die Schnittstelle der Trierer Abwehr öffnete Yalcin den Raum für das 0:1. Zu dieser Phase wehrten sich die Trierer noch, hatten eine Chance durch Tim Hartmann per Freistoß und erzielten auch in der 17. Minute einen Treffer durch Peter Lauer nach einem Homburger Abwehrfehler. In der Zwischenzeit hatte der Gast aber schon das 0:2 markiert. Das 1:3 erzielte Yalcin nach einer sehenswerten Kombination und von da an ließen die Saarländer ihrer Spielfreude freien Lauf. Ausgerechnet gegen diesen übermächtigen Gegner musste Steffen Deuster zwischen die Pfosten rücken, da der etatmäßige Schlussmann Philipp Basquit ins Regionalliga-Team gerückt war. Er war machtlos an den Treffern, die fast alle nach sehenswerten Kombinationen fielen.

Die Trierer Abwehr war von dem Angriffswirbel der Homburger überfordert, hinzu kam, dass die jungen Spieler spätestens nach dem fünften Gegentreffer auch die Köpfe hängen ließen. Erst recht, als auch noch Pit Hess die Ampelkarte gesehen hatte. In der Spielfeldmitte klaffte ein riesiges Loch, zumindest was die Akteure in Blau anging. "Wir waren eindeutig unterlegen", gab Mergens zu, "wir hatten spielerisch, läuferisch und in den Zweikämpfen wenig entgegen zu setzen." Seine Hoffnung, dass in der Defensive mit der Rückkehr von David Thieser, der immer noch an einer Verletzung laboriert, mehr Stabilität in der Abwehr einkehrt, mag berechtigt sein, Thieser allein wird es aber auch nicht richten können.

Aufstellung SVE II: Deuster - Schütz, Haubrich, Hess, Hartmann - Mvondo, R. Mohsmann (46. F. Mohsmann), Asma, Anton (75. Sehovic) - Lauer, Aliu (52. Michels). Tore: 0:1 (2.) Yalcin, 0:2 (12.) Buchmann, 1:2 (17.) Lauer, 1:3 (24.) Yalcin, 1:4 (31.) Kilian, 1:5 (66.) Gerlinger, 1:6 (75.) Kaban, 1:7 (77.) Muni, 1:8 (86.) Kilian Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte (67.) für Hess (Trier) Schiedsrichter. Deyerling (Ludwigshafen) - Zuschauer: 163