Erstes Special-Olympics-Turnier am Ring

Erstes Special-Olympics-Turnier am Ring

Neun Teams mit geistig behinderten Menschen sind beim ersten Special-Olympics-Turnier auf dem Nürburgring am Start gewesen. Darunter war auch die Mannschaft der Westeifel Werke Gerolstein, die sich über einen dritten Platz freute.

Nürburg. (red) Den Eid von Special Olympics hätte auch Fritz Walter unterschrieben: "Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben!" So auch das Motto des ersten Special-Olympics-Fußballturniers im Rahmen der zehntägigen Turnierserie "Fußball auf dem Ring - Im Geiste Fritz Walters" am Nürburgring. Somit trafen sich am vergangene Freitag neun Mannschaften aus Werkstätten und Wohnheimen für Menschen mit geistiger Behinderung (Gruppe A) sowie integrative Schulmannschaften der Initiative "Fußballfreunde" (Gruppe B) auf dem Kunstrasen der Ringarena.

Nach Begrüßung der Veranstaltungspartner Herbert Kommer (Fußballverband Rheinland), Siegfried Wenzelmann (Lindner Hotels & Ferienpark Nürburgring) und Karl-Heinz Thommes (Special Olympics Rheinland-Pfalz) hatte man eine ganz besondere Überraschung für die Special-Olympics-Athleten: Rekordbundesligaspieler Karl-Heinz "Charly" Körbel (Eintracht Frankfurt) ließ es sich nicht nehmen, den Athleten persönlich die besten Wünsche zu übermitteln und den anstehenden Spielpaarungen beizuwohnen.

Im Rahmen leidenschaftlich geführter Partien hatten Spieler wie Trainer eines gemein: den sportlichen Ehrgeiz sowie die sichtlich große Freude an der Turnierserie. So auch bei der anschließenden Siegerehrung mit Medaillenvergabe, bei der die erbrachten Leistungen feierlich geehrt wurden.

In der Gruppe A konnte sich die Mannschaft der Westeifel Werke Gerolstein über Rang drei freuen. Der Sieg ging an die Mannschaft der Caritas Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn vor der Caritas Werkstatt Sinzig. Den vierten Platz holte die Caritas Werkstatt Mayen.

Bei den integrativen Mannschaften (Gruppe B) stand die Förderschule St. Martin Düngenheim am Ende ganz oben. Der zweite Platz ging an die Genoveva-Schule Mayen. Auf Platz drei und vier landeten die Mannschaften der Levana-Schule Bad Neuenahr und der Schule am Bienhorntal aus Koblenz. Die integrativen Mannschaften wurden in Kooperation der Grundschule Hinter Burg in Mayen gebildet.

"Die Atmosphäre hier in der Halle ist etwas ganz Besonderes und die Begeisterung der Sportler enorm", betonte Thommes. "Ein besonderer Dank gilt dem Fußballverband Rheinland. Wir sind Teil des zehntägigen Turniers und unsere Athleten sind Teil der Sportfamilie Rheinland-Pfalz." Demzufolge war die Premiere des ersten Special-Olympics-Fußballturniers eine wahrlich gelungene. "Die schönste Frage unserer Spieler war: ‚Wann sind wir wieder hier?'", resümierte Thommes.

Extra

Special Olympics ist die weltweit größte - vom IOC offiziell anerkannte - Sportorganisation für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung. Die Philosophie von Special Olympics ist es, mit den Mitteln des Sports die Akzeptanz von Menschen mit geistiger Behinderung in der Gesellschaft zu stärken und Integration zu erleichtern. Der Landesverband Special Olympics Rheinland-Pfalz macht sich seit 2005 zur Aufgabe, diese Ziele auch in Rheinland-Pfalz umzusetzen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.specialolympics.de und www.so-rlp.de. (red)

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