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"Es gibt auch noch ein Leben nach dem Fußball"

"Es gibt auch noch ein Leben nach dem Fußball"

In unserer Ausgabe "Das Spielführerporträt" geht es heute um den Kapitän des B-Ligisten SV Schleid, Andreas Grethen.

Bitburg/Schleid. Andreas Grethen hat mit seinen 24 Jahren als Fußballer und Sportler schon einiges erlebt. Dass er auch schon Eishockey spielte, erwähnt der Vollblutfußballer nur nebenbei. Denn nach seinem fußballerischen Einstieg in der D-Jugend des Stahler SC hatte er im Alter von 15 Jahren für ein Jahr die Kufen an, jagte beim EV Bitburg dem Puck hinterher. "In dieser Mannschaft waren mehrere Altersklassen zusammengewürfelt. Wir hatten damals Spaß gehabt, aber insgesamt war das doch nicht das Richtige für mich", erzählt Grethen, der zu A-Jugendzeiten in Mötsch mit der JSG guten Erfolg hatte.
Mit 17 Jahren gab er sein Debüt im Seniorenbereich beim TuS Mötsch, mit dem ihm sogar der Aufstieg in die B-Klasse gelang. Im benachbarten Bitburg erkannte man sein Talent schnell und holte den drahtigen Abwehrspieler in den Kader der Bezirksliga-Mannschaft, in der er zwei Jahre eine gute Entwicklung nachweisen konnte. "Ich musste dann aufgrund des Berufs kürzertreten und bekam die große Trainingsbelastung mit dem Job nicht mehr unter einen Hut, so dass ich nach Schleid wechselte, wo ich viele Freunde habe, die ich schon seit der Jugend kenne.
Andreas Grethen ist jetzt im zweiten Jahr Kapitän in Schleid und will unbedingt aufsteigen. "Wir wollen nach dem 6:1-Sieg noch an Speicher vorbeiziehen. Schaffen wir das nicht, ist es wichtig, das Team zusammenzuhalten für die nächste Saison. Persönlich will ich in jedem Spiel meine beste Leistung abrufen, verletzungsfrei bleiben und mit Disziplin und Charakter auch im Training vorangehen", nennt der 24-Jährige auch persönliche Ziele. Dass er in Schleid beste Bedingungen vorfindet, braucht der in Trier geborene und im Bitburger Stadtteil Stahl lebende Fußballer nicht hervorzuheben. "Ich fühle mich sehr wohl hier, die Jungs verstehen sich auch außerhalb des Platzes gut - wir unternehmen viel zusammen. Dennoch gibt es auch ein Leben nach dem Fußball. Der Beruf ist mir genauso wichtig", sagt Grethen, der als Anlagenmechaniker in einer luxemburgischen Firma arbeitet. "Ich sehe mich zwar mehr als defensiven Mittelfeldspieler, der vor der Abwehr als Staubsauger fungiert, doch die Passgenauigkeit zählt auch zu meinen Stärken. Arbeiten muss ich dagegen noch an meiner Technik." L.S.