Furcht vor der Terminhatz

Drei Teams unter den Top fünf: Die Eifel ist an der Spitze der Fußball-Bezirksliga bestens vertreten. Während die SG Stadtkyll klar vom Ziel Meisterschaft spricht, werden in Großkampen und Bitburg aus unterschiedlichen Gründen kleinere Brötchen gebacken.

Vorzeitig ruht in der Bezirksliga der Spielbetrieb. Wegen des Winterwetters rollt der Ball in diesem Jahr nicht mehr. Wie gehen die Top-Teams aus der Eifel in die nächsten Wochen?

SG Stadtkyll: Elf Siege in 18 Spielen, 36 Punkte — Die SG Stadtkyll/Auw/Ormont/Hallschlag ist zur Pause Tabellenführer. Dennoch ist Trainer Markus Kranz nicht rundum zufrieden. "Leider sind wir nach dem 13. Spieltag in ein kleines Loch gefallen." Drei Niederlagen in Folge leisteten sich die Schneifeler — gegen Krettnach, Osburg und Ockfen. Das 2:4 gegen Osburg bedeutete die bislang einzige Heimniederlage. Ex-Lautern-Profi Kranz: "Vor allem zu Hause wollen wir noch mehr nach vorne spielen." Die Zuschauer wird's freuen. Schon jetzt hat die SG mit 48 Toren ligaweit am zweitmeisten Treffer erzielt.

Kranz lobt das Kollektiv — und hebt gleichzeitig Thorsten Fiedlers hervor. Der 19-Jährige hat sich aus Sicht des Trainers sehr gut entwickelt. Ohne Umschweife formuliert der 41-jährige Übungsleiter das Ziel fürs neue Jahr: "Unser Anspruch muss sein, Meister werden zu wollen."

SG Großkampen: Nach einem tollen Start (hohe Siege gegen Morbach II und Lambertsberg) rutschte die SG Großkampen/Lützkampen/Üttfeld infolge von sechs Spielen ohne Erfolg bis auf Platz 13 ab. Danach ging's wieder steil nach oben — aktuell auf Platz zwei (35 Punkte). "Für unsere Verhältnisse stehen wir super da", sagt Trainer Günter Bretz, der unter anderem die Formkurven von Andreas Theis (15 Tore, gleichzeitig Co-Trainer), Ralph Hermes (zehn Tore), Manfred Heinisch, Stefan Leufgen, Tim Weber und Tobias Hunz sehr positiv bewertet. Am Saisonziel - ein Platz zwischen drei und acht - soll sich dennoch nichts ändern. Wütend macht Bretz die mögliche Terminhatz im neuen Jahr. Bretz befürchtet, dass nicht wie geplant im Februar schon wieder gespielt werden kann: "Uns drohen 18 Spiele in drei Monaten. Wie soll das gehen?"

FC Bitburg: Ähnlich kritisch sieht Bitburgs Trainer Herbert Herres die möglichen Folgen der temporären Liga-Aufstockung auf 19 Teams: "Uns könnte eine englische Woche nach der anderen bevorstehen." Das ist nicht das einzige Problem des zu Hause noch ungeschlagenen FCB, der mit 32 Punkten auf Platz fünf rangiert. Weil Sponsoren abgesprungen sind, können seit mehreren Wochen keine Fahrtgelder und Prämien gezahlt werden (der TV berichtete).

"Nachdem Andreas Klink — aus welchen Gründen auch immer — angekündigt hat, im Winter zu gehen, hoffe ich, dass nicht noch mehr Spieler folgen. Aber wir müssen damit rechnen", sagt Herres, der das Team gleichberechtigt mit Arno Kömen betreut. Laut Herres seien manche Spieler "massivst" von anderen Clubs — auch aus Luxemburg — umworben worden. Ob der FC Bitburg (bei dem Norbert Hugo im Frühjahr nicht nochmals für das Amt des Vorsitzenden kandidiert) oben dranbleiben kann, ist damit offen. Klink ist mit Theis Top-Torjäger in der Bezirksliga. Herres: "Wenn er geht, wird das nicht zu kompensieren sein."

Lesen Sie in der nächsten Woche, wie die SG Wallenborn, die SG Lambertsberg und die SG Baustert aus dem Bezirksliga- Keller kommen wollen.