Fußball: Das Ende einer "beschissenen Woche" für Kaiserslautern

Fußball: Das Ende einer "beschissenen Woche" für Kaiserslautern

Fußball-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern hat auch das dritte Spiel der englischen Woche verloren: Zu Hause unterlag der FCK dem FSV Mainz 05 mit 0:1 (0:1). Den Siegtreffer in einer heiß umkämpften Partie erzielte Lewis Holtby in der 23. Minute.

(jüb) Phasenweise gute Ansätze, zwischendurch aber immer wieder individuelle Fehler und dadurch bedingte Leistungsschwankungen: Der 1. FC Kaiserslautern bietet zum Beginn des neuen Fußballjahres ein Bild mit Höhen und Tiefen, aber letztendlich ohne die Ergebnisse, die ein Aufsteiger im sportlichen Existenzkampf braucht. Weshalb Trainer Marco Kurz am Samstag nach der zweiten Punktspiel-Niederlage vom Ende einer "beschissenen Woche" sprach und die Befürchtung hegte, dass "uns der Stachel des Pokal-Aus' noch lange begleiten wird".

Nach dem blamablen Auftritt bei den Duisburger Zebras hatte der Coach von der Mannschaft "eine Reaktion gefordert", die er auch größtenteils gesehen habe. Nur das Ergebnis vor den 46 649 Zuschauern auf dem Betzenberg habe eben nicht gestimmt. "Man muss aber auch sehen, dass es gegen Mainz ungeheuer schwierig ist, die entscheidenden Momente herauszuspielen, weil die Mannschaft ein enormes Format hat."

Eben jenes Format fehlte dem FCK im Fritz-Walter-Stadion. Dem in der Hinrunde überragenden Spielmacher Christian Tiffert mangelt es bisher an der Inspiration und der Entschlossenheit der ersten Saisonhälfte. Zudem wurde der flinke Dribbelkünstler Ivo Ilicevic, der kurzfristig ausfiel, enorm vermisst. Mit Erwin Hoffer brachte Kurz als Unterstützung für Srdjan Lakic einen zweiten Stürmer, ohne dass das Spiel der Hausherren dadurch dominanter wurde. Dem Österreicher mangelte es wie der gesamten Mannschaft beim "dreckigen Sieg" (Andre Schürrle) der Mainzer nicht am Willen, sondern einfach nur an der Qualität im konstruktiven Angriffsspiel. Nur zwei Torchancen (ein Distanzschuss von Thanos Petsos, den FSV-Torwart Heinz Müller parierte, und ein Pfostentreffer von Lakic drei Minuten vor dem Ende) waren die zu geringe Ausbeute der Lauterer Bemühungen.

Die Luft im Abstiegskampf wird für die "Roten Teufel" nach der erneuten Heimpleite immer dünner. Tiffert mahnte: "Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen lassen. Andere Mannschaften da unten können auch nicht zufrieden sein." Und Lakic bemühte sich ebenfalls um Gelassenheit: "Man muss auch damit leben, dass die Bälle mal nicht reingehen", kommentierte er seinen Pfostentreffer.

Mainz hat den Derbysieg teuer bezahlt: Adam Szalai erlitt einen Bänderriss im rechten Knie. Der ungarische Nationalspieler war in der Anfangsphase mit FCK-Torhüter Tobias Sippel zusammengeprallt. Auch Marcel Risse wird dem FSV vorerst fehlen. Der für Szalai eingewechselte Stürmer brach sich den Ringfinger der linken Hand. Risse wird voraussichtlich heute in Mainz operiert.

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