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Fußball-Oberliga: Salmrohrer Sieg in der Nachspielzeit

Fußball-Oberliga: Salmrohrer Sieg in der Nachspielzeit

Wohl dem, der einen echten Knipser hat. Dino Toppmöller hat dem Fußball-Oberligisten FSV Salmrohr mit seinem dritten Saisontreffer in der Nachspielzeit den 2:1 (1:0)-Erfolg über den 1. FC Saarbrücken II und damit dem Aufsteiger vorerst einen Platz in der Spitzengruppe gesichert. In einer weiteren Oberliga-Partie feierte Eintracht Trier II seinen ersten Saisonsieg in Völklingen.

Wer das Spiel zwischen dem Aufsteiger aus dem Salmtal und den Saarländern gesehen hat, kann nicht nachvollziehen, wieso die Gäste noch keinen Punkt auf dem Konto haben. "Wir hätten uns nicht über ein Remis, ja sogar noch nicht einmal über eine Niederlage beschweren können", sagte Trainer Robert Jung, fügte aber hinzu, und hatte auch damit Recht, so paradox es klingen mag: "Unser Sieg war nicht unverdient."

Es war eine Oberliga-Partie auf sehr gutem Niveau, in dem 90 Minuten Tempofußball geboten wurde. "In den ersten Minuten hat uns "Kalle" die Null gesichert", lobte Jung seinen 42-jährigen Schlussmann Karl-Heinz Kieren, der mehrfach gegen den bärenstarken Thomas Will und Christian Hero parieren musste. Dann fand aber auch der FSV in die Partie. Matondo Makiadi (2), Tobias Baier und Johannes Kühne hatten gute Möglichkeiten, aber auch Kieren blieb wie sein Gegenüber Maximilian Böhmann ein sicherer Rückhalt.

In der 43. Minute schlug es dann doch beimj FCS ein - Makiadi schloss eine Traumkombination mit Baier und Toppmöller zum 1:0 ab. Es ging auch nach dem Wechsel weiter hin und her. Als Gästecoach Andreas Fellhauer noch einen Offensivmann einwechselte, gerieten die Gastgeber immer mehr unter Druck, blieben aber bei Kontern gefährlich. Dennoch gelang Hero in der 74. Minute nach einem Steilpass in die Schnittstelle der FSV-Abwehr der Ausgleich. Von da an war jedes Resultat möglich,

Chancen gab es auf beiden Seiten. Den Unterschied machte am Ende das Duo Mathias Fischer/Dino Toppmöller. Fischer, der "Meister der Standards" bei Salmrohr schlug in der 92. Minute eine Ecke von links und mit Anlauf wuchtete Toppmöller den Ball per Kopf unhaltbar in den Winkel. Kurz zuvor hatte Böhmann noch das Remis gegen Kühne und Markus Bauer gerettet.

FSV Salmrohr: Kieren - Adams (64. Hohns), Mees, Kühne, Fischer - Makiadi (60. Köhler), Schraps, Förg, Adrian - Baier (46. Bauer), Toppmöller
Tore: 1:0 (43.) Makiadi, 1:1 (74.) Hero, 2:1 (90.+2) Toppmöller
Schiedsrichter: Hess (Ramstein) - Zuschauer: 326 wir

Im dritten Saisonspiel hat es geklappt. Und das sogar auswärts und mit einer Notbesetzung. Die U 23 von Eintracht Trier hat mit 2:1 (1:1) beim bisherigen Tabellenführer SV Röchling Völklingen den ersten Saisonsieg errungen.

Völklingen. "Heute hatten wir das Quäntchen Glück, das uns zuhause gegen Salmrohr gefehlt hat", kommentierte Trainer Christian Mergens den ersten Dreier seiner Youngster. Der Erfolg "war irgendwann fällig", aber er kam auch unterwartet, denn in den ersten zwei Spielen hatte Völklingen sehr souverän agiert. Und der Aufsteiger begann auch so, wie er sich bis dato präsentiert hatte. In der 12. Minute schlug ein Freistoß von Holger Klein unhaltbar hinter Philipp Basquit ein. "Zu diesen Zeitpunkt verdient", befand Mergens, der aber erfreut registrieren konnte, dass seine Elf sich davon nicht verunsichern ließ. Noch vor der Pause gelang den Gästen, die immer besser ins Spiel gefunden hatten, nach einer Kombination über Sven Haubrich und Michael Dingels, der den verletzten David Thieser ersetzte mit einem Flachschuss der Ausgleich. Schütz war es auch, der nach einer Stunde seine starke Leistung mit dem zweiten Treffer und der Trierer Führung krönte. Von da an setzte Völklingen alles auf eine Karte, stellte auf drei Spitzen um und setzte die Eintracht-Abwehr immer mehr unter Druck. Im Zentrum des Geschehens standen von da an die 18-jährigen Christopher Spang und Rene Mohsmann, die als Doppelsechs agierten und Schlussmann Basquit. "Die beiden Youngster haben aufopferungsvoll gekämpft", so Mergens, "und Philipp hat uns in den letzten 15 Minuten mit tollen Paraden den Sieg gerettet." Trier hatte auch einige Konterchancen, war letztlich aber nicht abgebrüht genug, um sie zu nutzen.
SV Eintracht Trier 05: Basquit - Hess, Dingels, Balota, Haubrich - Schütz), Mohsmann, Spang, Sehovic (67. Anton) - Lauer (88. Linz), Hartmann (90. Kettels)
Tore: 1:0 (12.) Klein, 1:1, 1:2 (41./60.) Schütz
Schiedsrichter: Beringer (Ludwigshafen) - Zuschauer: 562 wir